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Route vom 22.08.2011 - Klick auf den Link unter der Karte

 

Sonntag, 21.08.2011   (Besichtigung Washington)

Wir wachten schon früh um 7 Uhr auf - die Zeitumstellung nach dem Flug machte sich noch bemerkbar.
Es war etwas bewölkt aber ziemlich schwül.
Wir frühstückten vor dem Wohnmobil – wie üblich gab es Toast mit Philadelphia, Schinken, Kakao und Müsli. Wir sangen Tobias ein Geburtstagsständchen, dann durfte er das einzige mitgebrachte Geschenk, ein Päckchen von den Waginger Verwandten, aufmachen. 
Nach dem Abspülen erwischten wir noch den Bus kurz vor 9 Uhr und fuhren wie gestern mit der Metro in die Stadt – diesmal bewaffnet mit Single-Tageskarten zu je 9 Dollar. In der Stadt war es relativ ruhig mit wenig Verkehr auf den Straßen, schließlich war Sonntag. Von der Station Archives gingen wir vorbei am Staatsarchiv, in dem die Unabhängigkeitserklärung der USA bewundert werden kann, direkt zum Museum of Natural History, seit dem Film `Nachts im Museum´ bei den Kindern sehr beliebt. Wir schauten uns dort zunächst im großen IMAX-Theater einen 40-minütigen Film über den Grand Canyon an (je 5 Dollar), dann erkundeten wir die diversen Räume des Museums. Wir sahen unter anderem den 45,5 Karat schweren Hope-Diamant, der etwa Taubenei-Größe hatte. Beeindruckend waren die zahlreichen Schaustücke wie ein ausgestopfter Elefant in der Eingangshalle, die Ozeanhalle mit vielen Infos zu den Meeren und ihren Bewohnern und die Entwicklung der Menschen. Hierbei war es möglich, sich fotografieren zu lassen, woraufhin das Bild so bearbeitet wurde, dass man das Aussehen eines Neanderthaler hatte. Eine lustige Sache, besonders weil man das Bild gratis an die heimische E-Mail-Adresse geschickt bekommt. 
                                                                                                                                        

 


Nach etwa 3 Stunden verließen wir das Museum, das übrigens wie alle Smithsonian-Museen an der Washington-Mall kostenlos zu besuchen ist, und gingen über den breiten Grünstreifen zwischen Capitol und Lincoln Memorial um das schöne, alte Karussell unter den Bäumen anzuschauen. Da bis 14 Uhr noch etwas Zeit war und Julia schon sehr hungrig war aßen wir vor dem Air- und Space-Museum noch einen Quarterpounder.

Dann war es Zeit zum National Monument, dem riesigen, 169 Meter oder 500 Feet hohen Obelisken aufzubrechen. Dieses Denkmal ist dem Andenken an George Washington gewidmet und es besteht die Möglichkeit, mit einem Aufzug bis zur Spitze zu fahren, von wo man durch kleine Fenster einen schönen Ausblick auf die Stadt in alle Himmelsrichtungen hat, u.a. auf das Weiße Haus und das Capitol. Von 1884 bis zum Bau des Eiffelturms 1889 war es das höchste Bauwerk der Welt. Auch diese Tickets hatte ich vorher online bestellt und nach Deutschland geschickt bekommen, denn es sind zeitlich festgelegte Besuchszeiten einzuhalten. Da dunkle Gewitterwolken aufzogen und es heftig donnerte, war die Auffahrt kurzzeitig nicht möglich, wir konnten dann aber doch die Aussicht pünktlich genießen – natürlich nach der obligatorischen Sicherheitskontrolle. 

Nachdem wir wieder unten waren gingen wir durch den großen Kreis mit amerikanischen Fahnen und liefen weiter über die große Wiese zum Denkmal an den 2.Weltkrieg, eine aus zwei Halbkreisen mit Säulen bestehende Anlage mit Springbrunnen.
Es wurde nun immer dunkler und wir waren froh, dass wir noch ohne Regen das sog. Vietnam Veterans Memorial besichtigen konnten, eine 75 Meter lange und bis zu 3 Meter hohe schwarze Granitwand, in die die Namen der im Vietnamkrieg gefallenen US-Soldaten eingraviert sind. Wir sahen einige Blumenkränze, die wohl von Angehörigen dort abgestellt wurden. Zügig liefen wir weiter zum Lincoln-Memorial, einem großen Säulentempel, in dessen Innerem eine 6 m hohe Marmorfigur des 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln thront. Der 1865 verstorbene Lincoln schaut mit ernstem Blick in Richtung Osten auf das Capitol.

Viele Touristen saßen davor auf den Stufen und trauten sich nicht, den weiten Rückweg zu den Museen anzutreten, da es immer heftiger blitzte und donnerte. Ich wollte aber nicht bleiben und suchte im Stadtplan die nächstgelegene Metrostation. So hetzten wir in Richtung Arlington Friedhof zur großen Brücke über den Potomac-River. Kaum hatten wir die Brückenmitte erreicht, begann es wie aus Kübeln zu gießen und wir rannten zur anderen Seite, um uns dort unter ein paar Parkbäumen unterzustellen. Nach einiger Zeit flüchteten wir uns in eine Unterführung, aber wir waren schon alle tropfnass – die Stimmung sank auf den Tiefpunkt. Nach ca. 30 Minuten klarte es aber wieder auf und wir liefen zur Metrostation Arlington Cemetery, um von dort wieder ins Zentrum zurück zu fahren. Die Wartezeit nützten wir, um in der Sonne etwas zu trocknen. Als wir am Air- and Space-Museum ankamen waren die Klamotten schon etwas weniger nass, so dass wir das Museum doch noch besichtigen konnten. Zwei Stunden, von 17-19 Uhr schauten wir uns diverse Flugzeuge aus den Weltkriegen, die Mondlandefähre und das Mondauto sowie weitere Ausstellungsstücke z.B. zum Spaceshuttle- und Apolloprogramm an. Tobias und auch Julia waren sehr interessiert. Sicher hätte man noch länger hier verbringen können, aber erstens taten uns schon die Füße weh und zweitens hatte Tobias heute Geburtstag, weshalb wir noch irgendwo essen gehen wollten. Wir fuhren also zurück zum Campingplatz, badeten im Pool, duschten und aßen dann - auf Wunsch von Tobias - im Bistro eine Riesenpizza, die wir nicht einmal zu viert ganz schafften. Nach einem kühlen Budweiser-Bier im RV für die Eltern gingen alle ins Bett, ich schrieb noch bis nach Mitternacht an diesem Reisebericht, bevor ich auch in den Schlafsack kroch.
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