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In unserem Urlaubsort Ulcinj, der südlichsten Stadt Montenegros, gibt es einen kleineren Sandstrand (Mala Plaza), direkt am Ende der Hauptstraße. Die Bucht ist allerdings in den Sommermonaten tagsüber sehr voll, so dass wir es vorzogen, jeden Tag mit dem Auto an den großen Strand zu fahren, wo sich die Urlaubermassen besser verteilen. Während normalerweise nur etwa 10.000 Einwohner hier leben, wächst diese Zahl durch die Urlauber im Sommer - nach Aussage unseres Vermieters - bis auf 50.000 an, was besonders im Verkehrschaos deutlich wird. Parkplätze in der Stadt sind rar und Staus an der Tagesordnung. Am Abend ist in der Altstadt unterhalb der alten Burganlage viel los. Da die Stadt früher eine alte Seeräubersiedlung war, verwundert es nicht, das man ständig aufpassen muss, von den Händlern und Kellnern beim Bezahlen "versehentlich" nicht zu wenig Restgeld zu erhalten. Am Abend versammeln sich die Urlauber in den zahlreichen Bars und Restaurants im Bereich des Stadtstrandes, Lieblingstreffpunkt ist aber die lange Steinmauer, die den Sandstrand zur Stadt hin abschließt.
 

 

 

 

 

 

 

Hier sitzen im Sommer hunderte Menschen und beobachten das Treiben, nach dem Tag am Strand bummeln die Touristen noch durch die Straßen. Besonders schön fanden wir die vielen günstigen Schmuck- und Textilgeschäfte. Überall gab es Musik, Imbissbuden mit Döner oder Zuckerwatte, Eisverkäufer oder Gartenrestaurants. Leider muss man haben wir auch weniger schöne Dinge gesehen: So müssen kleine, kaum 3 Jahre alte Mädchen auf der Promenade einen Bauchtanz vorführen und hoffen dafür auf ein paar Münzen. Einige Frauen betteln auch mit wenige Tage alten Babys auf dem Arm an den Straßen. Allgegenwärtig ist leider auch der Müll in Form von Papier und Plastikflaschen, der überall in den Straßengräben liegt.
 

Das Stadtbild ist geprägt von seiner orientalischen Vergangenheit, es gibt einige Moscheen mit Minarett zu sehen. Direkt am Stadtstrand "Mala Plaza" wird derzeit eine neue Moschee errichtet. Die Verständigung war kein Problem: Die Bevölkerung spricht Serbokroatisch und albanisch, weshalb viele Hinweisschilder zweisprachig sind. Wir kamen aber mit englisch gut zurecht, viele Einwohner sprechen auch deutsch. Es war überall zu spüren, dass sich die Menschen freuen, dass man wieder nach Montenegro kommt, um Urlaub zu machen. Der Tourismus aus Deutschland, Österreich und den anderen westeuropäischen Staaten ist seit dem Krieg Anfang der 90er Jahre zusammengebrochen und erst in den letzten Jahren kommen wieder einige Urlauber aus diesen Ländern hierher.

 



Besonders sehenswert fanden wir auch die alte Burganlage, hoch über dem nördlichen Teil der Stadtbucht. An einem Abend, als es am Strand wegen des starken Windes einen unangenehmen Sandsturm gab, gingen wir hinauf und genossen von der alten Mauer den schönen Ausblick auf die Stadt. 













 

Auf der anderen Seite des Stadtstrandes schließen sich in südlicher Richtung zahlreiche kleine Buchten an, die in einem Kiefernwald liegen und teilweise über betonierte Flächen verfügen, auf denen Liegestühle vermietet werden. Hier erinnert der Strand an die kroatische Küste und viele Urlauber liegen im Schatten unter dem Bäumen.

Da die Kinder aber im Urlaub lieber im Sand spielen wollten, haben wir uns hier tagsüber nicht aufgehalten, auch wenn dieser Teil des Strandes von Ulcinj sehr einladend aussah.


Nachdem wir in den folgenden drei Tagen ausgiebig Sonne, Strand und Meer genossen hatten, entschlossen wir uns am Samstag, den 8.August, einen Ausflug ins Hinterland zu machen - insbesondere auch wegen der, aufgrund des Wochenendes wohl noch größeren Zahl von sonnenhungrigen Badegästen und der folglich zu erwartenden Überfüllung des großen Sandstrandes.
Wir starteten nach dem Frühstück in östlicher Richtung, passierten den Ort Vladimir und schon nach etwa 20 Kilometern ging es hinauf ins hinter der Küste liegende Gebirge. Nachdem wir auf halber Höhe ein paar erste Fotos von ein paar herumstreunenden Eseln gemacht hatten, erreichten wir den höchsten Punkt bei einer Sendeanlage auf dem Pass, direkt an der albanischen Grenze.

 

Von hier hatten wir einen ersten wunderbaren Blick auf den Skutarisee (auch „Shkodrasee“ oder auf kroatisch „Skadarsko Jezero“ genannt). Diese Bezeichnung hat der See von dem früher verwendeten italienischen Namen der an der Südostspitze des Sees gelegenen albanischen Stadt Shkodra. Der See liegt zu etwa zwei Drittel seiner Fläche in Montenegro und zu einem Drittel in Albanien. Nach Süd-Westen ist er durch ein bis zu 1.600 m hohes Gebirge von der nur etwa 20 km entfernt liegenden Adria getrennt, während er an der Ostseite durch ein weites, teilweise sumpfiges Flachland begrenzt ist.

 

Nach ein paar Fotos fuhren wir hinunter an das Ufer, welches hier über eine kleine Zufahrtsstraße zu einem Restaurant zu erreichen war. 


 

Außer uns waren fast keine Leute da und es war sehr ruhig und idyllisch. Wir entschlossen uns, eine Badepause einzulegen und schwammen fast 1 Stunde im herrlich warmen Wasser. Es war einfach fantastisch, besonders auch wegen der schönen Aussicht auf ein paar kleine Inseln.

 

Plötzlich wurde die Idylle allerdings empfindlich gestört, da ein älteres Ehepaar mit einem alten Golf auftauchte und ohne Vorwarnung 2 Meter hinter unseren Handtüchern einen alten Teppich ausbreitete. Zunächst dachten wir uns nichts böses, doch dann begannen sie, diesen intensiv mit Seewasser und viel Seife abzuschrubben, so dass die ganze Dreckbrühe auf uns zulief. Wir packten fluchtartig unsere Sachen zusammen, gerade noch rechtzeitig, bevor auch noch das Auto am Seeufer gewaschen wurde. Die Verunreinigung des Seewassers war ihnen offenbar völlig gleichgültig. Da sowieso die Zeit für ein Mittagessen gekommen war, kehrten wir im neben der Badestelle gelegenen Restaurant „Skje“ ein und beobachteten mit Verwunderung die Reinigungs-Aktivitäten noch einige Zeit, aßen Raznici (6 EUR) oder Naturschnitzel (8 EUR) und tranken dazu Wasser und Cola (je 1 EUR). 
 

Dann fuhren wir weiter auf der hoch über dem westlichen Seeufer verlaufenden Straße. Hier waren wir fast alleine, außer ein paar Eseln, Kühen und Schafen verirrte sich offenbar kaum jemand hierher.

Immer wieder hielten wir an und genossen den wunderbaren Ausblick auf den blauen See. Nachdem wir das Nordende erreicht hatten suchten wir entlang der Hauptstraße nach Podgorica noch eine Bademöglichkeit, fanden aber keine.
So fuhren wir am Spätnachmittag über Bar zurück ans Meer und erreichten nach 160 Kilometern Rundreise wieder unseren Ausgangspunkt Ulcinj.

Drei Tage später stand der zweite Ausflug auf dem Programm: Am 11.August reisten wir für 1 Tag nach Albanien, um auch einmal einen kleinen Eindruck von diesem Land zu bekommen. 

Mehr darüber lest ihr im entsprechenden Menüpunkt ----->
 

michaelw@bayern-mail.de