Home
unsere Familie
Urlaubsreisen
Südtirol 10-2014
Südtirol 10-2012
Island 2012
Kreuzfahrt 2012
USA Nordost 2011
Insel Cres 06-2011
Südtirol 04-2011
Dublin 11-2010
Südtirol 11-2010
USA 09-2010
Kreuzfahrt 05-2010
Venedig 03-2010
Südtirol 11-2009
Montenegro 08-2009
Anreise / Strand
Ulcinj / Skutarisee
Ausflug Albanien
Rückreise Kroatien
unsere Unterkünfte
Nordsee 06-2009
Mallorca 04-2009
Finnland 01-2009
Spanien 08-2008
Kreuzfahrt 05-2008
Südtirol 10-2007
Finnland 08-2007
Schweden 08-2007
Mallorca 07-2007
Kroatien 2007 Porec
Vorarlberg 04-2007
Kanada 08-2006
Kroatien 2006 Cres
USA-Ost 2005
Australien 2001
Jahresberichte
Flugstatistik
Unvergessen
Kontakt
Sitemap



 

 

Bericht über die Rückreise von Ulcinj über Dubrovnik nach München (1.300 km) 

 

Am Freitag, den 14.August beendeten wir nach 10 erholsamen Urlaubstagen mit zwei erlebnisreichen Ausflügen unseren Aufenthalt in Montenegro und fuhren zurück nach Kroatien.

Wir fuhren zunächst wieder über Bar, wo es einen kleineren Stau gab, bis zur schönen Stadt Budva (13.10 Uhr), von dort weiter bis zur Fähre über die Bucht von Kotor, ca. 90km nördlich von Ulcinj. Nachdem wir nach einer kurzen Wartezeit gegen 14.30 Uhr die Meeresbucht überquert hatten ging es 25 km weiter bis zur Grenze nach Kroatien. Hier gab es leider eine längere Wartezeit von eineinhalb Stunden (15 – 16.30 Uhr). Wir standen schwitzend in der Sonne und es ging nur sehr schleppend vorwärts. Offenbar nahmen es die Zöllner wieder sehr genau mit den Kontrollen.
Zu allem Unglück sprang wenige 100 Meter vor der Grenze an einer Steigung unser Auto nicht mehr an, so dass wir den Golf mit Hilfe einiger anderer Urlauber wenden mussten, in der Hoffnung, dass er beim bergab rollen wieder anspringt. Julia saß weinend und unglücklich auf dem Rücksitz, und fragte nur schluchzend „Was machen wir jetzt wenn das Auto kaputt ist und wir nicht mehr heimfahren können?“   Nachdem der Motor aber nach wenigen Metern wieder ansprang beruhigte sie sich schnell wieder. Wir zogen es vor, den Motor an diesem Tag nicht mehr auszumachen und fuhren direkt bis zu dem schönen Hotel Radisson Blue, wenige Kilometer nördlich von Dubrovnik, das wir auf der Hinfahrt am Meer gesehen und das die Kinder als ihr Wunschquartier ausgewählt hatten. Um 17.15 Uhr parkten wir, nach 160 km Fahrt seit Ulcinj, unser Auto vor dem großen Springbrunnen des Hotels. Zu unserer Überraschung hatten sie noch 2 Zimmer frei, und so entschlossen wir uns spontan, hier zwei Tage den Luxus eines 5-Sterne Hotels zu genießen, auch wenn unser Urlaubsbudget dadurch zum Abschluss schon ordentlich strapaziert wurde. Der Aufenthalt war aber wunderschön und jeden Euro wert.

Blick auf die gesamte Anlage des Hotel Radisson Blu nördlich von Dubrovnik

Wir bezogen unsere Zimmer im Nordflügel des erst Anfang Juni neu eröffneten Hotels. Von unserem Balkon hatten wir einen schönen Blick auf einen der Hotelpools und die Insel Lopud und Kolocep. Den Rest des Nachmittages nützten wir für ein erfrischendes Bad, am Abend aßen wir dann noch Pizza in der „Bakery“ des Hotels.
Am 15.August (Samstag) erholten wir uns den ganzen Tag am Pool, lagen unter weißen Sonnenschirmen mit Blick auf die Insel Lopar und badeten im klaren  Meerwasser.

Um 17 Uhr fuhren wir dann mit dem Shuttle-Boot zur Altstadt von Dubrovnik. Vom Schiff aus sahen wir die Küste nördlich der Stadt vorbeiziehen bevor bald die Mauern der Stadt in Sicht kamen. Im alten Hafen angekommen gingen wir zunächst durch einige Winkel der Altstadt und zur Stadtmauer, dann kehrten wir in einem der kleinen Restaurants, der Konoba „Kapetan“ in einer der engen Gassen, der Prijeko, ein.

 

Auch wir waren begeistert von der Schönheit Dubrovniks innerhalb der alten Stadtmauern mit ihren zahlreichen sehenswerten, mit Marmor verkleideten Bauten. Die vielen Plätze, die engen Gassen, die Cafés und Bars waren voller Menschen. Sabine, Tobias und Julia nützten die Gelegenheit für einen Blick von der Stadtmauer auf die Dächer der Stadt und das bunte Treiben.

 

 

 

 

Nachdem wir noch, vorbei an vielen Läden und Restaurants, durch die nächtlichen Gassen zur Basilika und über die Hauptgeschäftsstraße Stradun gebummelt waren, brachte uns das Hotel-Shuttle-Schiff in 40 Minuten zurück zum Hotel. Auf der Fahrt durch die Dunkelheit entlang der Küste erklärte Tobias seiner Schwester an Deck ausführlich den Sternenhimmel.

Zum Abschluss des schönen Tages gönnten wir uns noch einen Drink an der Hotelbar.
 




Am Sonntag (16.08.) mussten wir leider vom Hotel Radisson Abschied nehmen. Um halb 11 Uhr starteten wir auf der Küstenstraße in Richtung Norden und erreichten – nach einem kurzen Stopp in der Bucht von Slano - nach 130 km kurz vor 13 Uhr die neue Autobahn bei Ploce. Da sehr wenig Verkehr war kamen wir weiter gut voran. Wegen der großen Hitze mit Temperaturen um 34 Grad und der fehlenden Klimaanlage waren wir froh, als wir um 14.15 Uhr die Autobahn A1/E71 bei Starigrad, nord-östlich von Zadar, verlassen konnten. Nun begaben wir uns auf die Suche nach einem Drehort der Winnetou-Filme. Im Internet hatte Michael bereits vor dem Urlaub Informationen darüber gesammelt und so fanden wir kurz hinter Jasenice an der Landstraße nach Obrovac am Strommasten 87 den kleinen Feldweg, der zum Zrmanja-Canyon führte. Wir standen bald darauf hoch über dem Fluss, genau an der Stelle, an der sich in den Winnetou-Filmen das Dorf der Apachen und die Marterpfähle befunden hatten.

Im Hintergrund sahen wir auch den „Tulove Grede“, ein Felsmassiv, bei dem in 60er-Jahren der Tod Winnetous gefilmt wurde.
Nach vielen Fotos fuhren wir ins nahe gelegene Örtchen Rovanjska um noch im Meer zu baden, schließlich hatten wir an diesem Tag schon 380 km zurückgelegt. Wir fanden bei der Bar „Punta“ auch ein billiges, einfaches Zimmer für 40 Euro, so dass wir uns entschlossen, hier zu übernachten.  

 

 
Der Tuvole Grede, der Berg an dem Winnetou starb

 

 

 

 

Erfrischt vom Bad im Meer fuhren wir am Abend noch nach Starigrad, wo im Hotel Alan einige Bilder und  Original-Requisiten aus den Winnetou-Filmen ausgestellt sind.  Neben einem Kanu und einem Film-Scheinwerfer sahen wir hier auch die Hotelzimmer der Filmschauspieler Marie Versini und Pierre Brice, die Winnetou und seine Schwester Nscho-tschi  gespielt hatten,  mit der Original-Ausstattung aus den 60er-Jahren.

Nun waren wir hungrig und so aßen wir in Rovanjska an der Küstenstraße in einem Grillrestaurant zu Abend. Fröhlich und zufrieden wollten wir gegen 22 Uhr zurück in unser Quartier fahren - aber unser Golf sprang nicht mehr an. Nach drei Startversuchen auf der abschüssigen Straße standen wir unglücklicherweise ganz am Ende einer Sackgasse. Es blieb uns nichts anderes übrig, das Angebot eines hier wohnenden Kroaten anzunehmen, das Auto in seinen Garten zu schieben. Die gute Stimmung war verflogen, als wir gegen Mitternacht zu Fuß wieder unser Appartement bei der Strandbar erreichten.
 
Der nächste Tag begann mit mehreren Telefonaten mit dem ADAC wegen des defekten Autos. Nachdem ein Mechaniker des kroatischen Automobilclubs gegen  11 Uhr eintreffen sollte, warteten wir an der Hauptstraße auf seine Ankunft. Unser Auto wurde aus der Sackgasse wieder nach oben geschleppt und sprang dort Gott sei Dank auch wieder an, nachdem wir mit Vereinten Kräften angeschoben hatten. Wir entschlossen uns, den Motor bis München nicht mehr auszumachen und starteten sofort in Richtung Heimat. Wir fuhren wieder auf der Autobahn, am Nationalpark Plitvice vorbei, bis nach Karlovac. Dort verließen wir die A1 und erreichten über eine kurvige Landstraße um 13.45 Uhr Novo Mesto in Slowenien, wo wir (mit laufendem Motor) tankten und etwas zu essen kauften. Nun ging es zügig weiter. 520 Kilometer oder 5 ½ Stunden nach dem Start bei Zadar erreichten wir gegen 16.30 Uhr den Tauerntunnel, um 18.45 Uhr nach 760 km dann schließlich München.
Wir hatten in den letzten 14 Tagen auf unserer 3.200 Kilometer langen Reise sehr viel erlebt, wobei uns besonders die Ausflüge nach Albanien und an den Skutarisee sowie die Tage bei Dubrovnik noch lange in Erinnerung bleiben werden, ebenso wie die gastfreundlichen Menschen in Montenegro. Sehr erholsam war es dort am Strand von Ulcinj und wir haben nicht bereut, diesen Ort als Reiseziel unseres Sommerurlaubs 2009 gewählt zu haben.
Irgendwann kommen wir wieder.

michaelw@bayern-mail.de