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Renate Wurscher
(31.03.1939 - 10.10.1998) 

 

                                                                                                                                                                    
Frau Renate Maria Christa Wurscher wurde sechs Monate vor Beginn des zweiten Weltkrieges am 31.März 1939 als drittes Kind der Eheleute Dr. Fritz Junghans und dessen Ehefrau Thilde Junghans geboren. 

 

 

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie zusammen mit ihren Geschwistern Rainer und Irmi im Kreise der Familie in München. Leider war diese Kindheit nicht unbeschwert, sondern der unselige Krieg und die Fliegerangriffe auf die Stadt München zwangen die Familie oft in die Luftschutzbunker, was bei der kleinen Renate zu einer bleibenden Erinnerung wurde, ebenso wie die brennenden Häuser in München.
Durch die Kriegsereignisse waren die Eltern gezwungen, die Kinder in die Obhut der Großeltern nach Eichstätt zu geben. Da die elterliche Wohnung am Prinzregentenplatz in München teilweise Bombenschäden aufwies und zeitweise nach Ende des Krieges von den Besatzungsmächten beschlagnahmt wurde, blieb Renate auch in dieser Zeit im Hause der Großeltern. In Eichstätt besuchte sie die Volksschule und später im Kloster Gnadental der Benediktinerinnen die höhere Mädchenschule.
Nach ihrer Rückkehr nach München begann sie im Jahre 1956 ihre Ausbildung in der Frauenfachschule in München zur Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerein. Nach dieser dreijährigen Ausbildung folgten weitere Ausbildungssemester an der pädagogischen Hochschule in München-Pasing. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer theoretischen Ausbildung folgten die Jahre der praktischen Arbeit als Referendarin an der Forellenschule in München -Trudering. Hier an dieser Schule, ganz in der nähe ihres späteren Wohnsitzes, arbeitete sie zwei Jahre bis August 1962.

Im Jahr 1958 lernte sie ihren späteren Mann Otto Wurscher kennen, mit dem sie am 12.August 1961 die Ehe einging. Aus dieser Verbindung sind zwei Kinder hervorgegangen. Im Februar 1962 erblickte Sohn Michael das Licht der Welt, im März 1967 folgte dann dessen Schwester Angelika.
Nach Abschluss der Referendarzeit 1962 beendete Renate Wurscher ihre berufliche Tätigkeit und widmete sich fortan der Familie und der Erziehung der Kinder. Später kam auch noch die Betreuung der kranken Mutter hinzu.
Durch die beruflich bedingte, ständige Abwesenheit ihres Mannes war sie in vielen Situationen auf sich selbst gestellt und konnte oft nur telefonisch Rat und Hilfe ihres Mannes für zu treffende Entscheidungen bekommen, da das gemeinsame Familienleben sich in der meisten Zeit auf das Wochenende beschränkte.
Ihr Familiensinn und ihre Häuslichkeit führten dazu, dass sich an den Wochenenden nicht nur die Familie zusammenfand, sondern auch Bruder Rainer und Schwager Rudolf sehr oft zu Gast im Hause Wurscher waren, so dass beim sonntäglichen Mittagessen oft sieben bis acht Personen versammelt waren. Nicht nur die Familie konnte die liebevolle und fürsorgliche Art von Renate Wurscher genießen, sondern auch die zahlreichen Freunde und Verwandten kamen gerne als Gäste ins Haus in München Trudering, in dem sie seit 1979 mit ihrer Familie lebte.

 

Im Jahr 1987, elf Jahre vor ihrem Tod, begann dann der vergebliche Kampf mit der unseligen Krankheit. Dies führte dazu, dass die bisherige Tradition nur noch mit Unterstützung der Tochter Angelika, die zu dieser Zeit noch im elterlichen Haus wohnte - auch nach ihrer Heirat im Jahr 1995 - fortgesetzt werden konnte. In den letzten Wochen und Monaten ihres Lebens konnte sie, schon stark gezeichnet von ihrem schweren Leiden, nicht mehr aktiv mitwirken bei den häuslichen Tätigkeiten, sondern war zu ihrem Leidwesen zum Zuschauen verurteilt. Oft werden sie Gedanken bewegt haben, wie die von allen geliebte Häuslichkeit in Zukunft sein wird, nachdem Freunde und Familie dies schon in letzter Zeit vermissen mussten.

Renate Wurscher war ein sehr fröhlicher und geselliger Mensch. Auch wenn sie am liebsten zu Hause war, verreiste sie mit ihrem Mann und Freunden gerne in den Süden, vor allem an die italienische und jugoslawische Adria, nach Wien oder nach Südtirol. Fernreisen führten sie sogar bis nach Thailand und in die USA.
Sehr glücklich war sie darüber, noch die Geburt und die ersten beiden Lebensjahre ihrer ältesten Enkelkinder Tobias und Franziska zu erleben.
Ihr früher Tod im 60.Lebensjahr hat eine Lücke gerissen, die nicht mehr geschlossen werden kann. Eine treusorgende Ehefrau und liebe- und verständnisvolle Mutter und Oma, der Mittelpunkt der Familie, wurde am 10.Oktober 1998 in den ewigen Frieden abberufen und ist heimgekehrt zu unserem Herrgott. Wenige Tage später wurde sie auf dem Sendlinger Friedhof im Beisein von sehr vielen Freunden, Verwandten und Weggefährten in München beigesetzt.

Auch wenn sie von uns gegangen ist, wird sie immer bei uns sein.

 

michaelw@bayern-mail.de