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Bericht unserer Winterreise nach Finnland
von 30.12.2008 bis zum 06.01.2009

Dienstag, 30.12.2008 (sonnig, gefahrene Strecke:  325 km)

Pünktlich um halb 8 Uhr wurden wir von Sabines Vater abgeholt und zum Pasinger Bahnhof gefahren, wo wir mit unseren gelben Koffern die S-Bahn zum Flughafen nahmen. Nach kurzer Wartezeit am Check-In-Schalter erhielten wir unsere Boarding-Pässe. Die Zeit bis zum Abflug vertrieben wir uns mit einer kleinen Frühstückspause im Dallmayr-Cafe.

                                                                                                                                                     

Pünktlich um 10.50 Uhr startete unser Flug LH 3112 nach Helsinki. Julia und Michael saßen in Reihe 4 EF, Sabine und Tobias in 6 EF. Julia war begeistert darüber, dass Sie sogar etwas zu essen gab (Hühnerbrust mit Gemüse und Reis). Nach 2 Stunden und 15 Minuten Flugzeit landeten wir in Finnland und übernahmen bei Budget unseren Mietwagen, einen dunkelgrauen Fiat Grande Punto. Über Jyväskylä fuhren wir 350 km durch die Nacht nach Norden und erreichten gegen 19 Uhr das Hotel Summassaari. Hier aßen wir zunächst zu Abend, da das Buffet täglich nur von 17 - 19 Uhr geöffnet war. Danach bezogen wir unseren Bungalow Nr. 14  -  direkt am Ufer des Sees unter hohen Fichten -  den wir wieder über fintouring gebucht hatten. 
Wir hatten 2 Doppelzimmer, ein Wohnzimmer mit offenem Kamin, ein kleines und ein großes Bad sowie eine Sauna. Wir waren sehr zufrieden mit unserer schönen Unterkunft für die nächsten 6 Tage.

Mittwoch, 31.12.2008 (sonnig, 1 Grad,gefahrene Strecke:  40 km)

Den letzten Tag des Jahres und unseren ersten im winterlichen Finnland begannen wir mit dem Einkauf von Getränken und  Chips im nahen Orten Saarijärvi. Dort fuhren wir auch in das Krankenhaus, da Tobias ziemlich stark hustete und auch etwas Fieber hatte. Wir bekamen für den Abend einen Termin beim Arzt und fuhren wieder zurück zum Hotel.

 

 "Unser" Haus am See in Saarijärvi in Mittelfinnland

 

 Um 13 Uhr versammelten sich etwa 20 Touristen, überwiegend aus Deutschland und Russland, vor dem Hotel und gingen zusammen in etwa 20 Minuten zu einem nachgebauten Steinzeithaus (Kivikauden Kylä).

Hier trafen wir zur Überraschung aller auf den Weihnachtsmann, der am Lagerfeuer wartete. Wir schauten uns das am See gelegene, einem Original nachgebaute Haus an und tranken im Inneren am Lagerfeuer einen heißen Apfelpunsch. Außerdem konnten wir hier das Bleigießen ausprobieren. Auf dem Rückweg zum Hotel konnten wir auch noch eine Runde mit dem Pferdeschlitten fahren, teilweise ziemlich schnell, was sehr lustig war.

 

Am Silvesterabend gab es ein gutes Buffet im Hotel mit Fleisch und Lachs, anschließend ga es die Möglichkeit das Tanzbein zu schwingen. Um Mitternacht gab es ein kleines Feuerwerk am Seeufer, das man durch die Bäume aber nur teilweise sehen konnte. Gegen 1 Uhr gingen wir zurück zu unserem Haus und stießen dort um 1 Uhr, als Mitternacht deutscher Zeit, nochmal mit Tobias an, der das finnische Silvester verschlafen hatte.  Julia war dagegen fit wie immer. Wir schauten im Fernsehen noch etwas die Silvesterparty an, dann gingen alle ins Bett.  

 

Donnerstag, 01.01.2009 – (sonnig, - 8 Grad, gefahrene Strecke: 20 km)

Am 1.Januar gingen wir etwas später zum Frühstück, anschließend fuhren wir nach Saarijävi zur Apotheke, um Medikament für Tobias abzuholen.
Höhepunkt des Tages war dann die Huskieschlittenfahrt. Eine größere Gruppe von etwa 20 Urlaubern, je zur Hälfte Russen und Deutsche, versammelte sich am Eingang des Hotels Summassaari.
Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir eine große Wiese am See, wo wir schon von 10 bellenden Hunden begrüßt wurden.
Der Schlitten und sein Fahrer, ein netter Finne, standen schon bereit und so konnten immer 2-3 Personen eine Runde drehen. Mit ziemlichem Tempo ging es rund um die Wiese und ein kurzes Stück am See entlang.



Da es nur minus 12 Grad hatte waren wir froh, dass wir unsere Skihosen anhatten. Da sich die Russen schnell wieder verzogen, konnten wir sogar noch eine zweite Rundfahrt genießen.
Nach einem kleinen Plausch mit dem Hundeführer gingen wir zu unserem Haus zurück, denn es wurde schon wieder langsam dunkel. Michael und die Kinder liefen noch mit dem Schlitten auf dem See herum, dann machten wir uns alle fertig zum Abendessen. Tobias und Julia bekamen heute ausnahmsweise statt des Buffetessens eine Pizza, Michael und Sabine gönnten sich Bier und einen eiskalten Aquavit. Am Abend heizten wir wieder unseren offenen Kamin an und schauten im Fernsehen den Film "Forrest Gump" an.

 

Freitag, 02.01.2009 (wolkig,  - 13 Grad, gefahrene Strecke: 390 km)

Der 2.1.2009 begann mit einem Ärgernis: Als wir zum Frühstück kamen, war unser reservierter Tisch von einer russischen Familie belegt. Unseren Hinweis darauf, quittierten Sie mit einem ungläubigen Kopfschütteln und dem Hinweis darauf, dass die Tischordnung wegen des neuen Jahres nicht mehr gälte. Auch die russisch sprechende Restaurantleiterin konnte die Situation nicht klären. Ziemlich sauer über dieses Verhalten (harmlos ausgedrückt) beendeten wir bald unser Frühstück, verabschiedeten uns vom Ehepaar Fritsche, die wir vor 3 Tagen hier kennengelernt hatten, und starteten unseren geplanten Tagesausflug. Heute fuhren wir knapp 200 km in Richtung Osten. Über Suolahti, Rautalampi und Oravikoski erreichten wir um etwa 13 Uhr den Ort Leppävirta, wo wir bereits bei unserem Sommerurlaub 2007 einen "Outlet-Store" für Glas und Keramik entdeckt hatten. Zur Ergänzung unseres Geschirrs kauften wir hier noch einige Teller und Tassen, danach gab es Pizza und Cola für die Kinder, die Reste für uns. Die Rückfahrt ging über teilweise schneebedeckte Straßen bei einsetzender Dunkelheit zunächst nach Varkaus und von dort wieder nach Westen, bis wir nach 150 Kilometern Jyväskylä erreichten. Dieser Ort hat 85.000 Einwohner und ist damit die neuntgrößte Stadt Finnlands. Sie liegt am See Jväsyärvi etwa 270 Kilometer nördlich von Helsinki und ist Sitz einer großen Universität.

Hier parkten wir am Stadtpark nahe bei der lutherischen Kirche.
 



Von hier gingen wir in die Fußgängerzone und kauften bei H&M ein paar Klamotten für die Kinder. Um 18.30 Uhr erreichten wir wieder unser Hotel, aßen zu Abend und schauten fern.

 

Samstag, 03.01.2009 (bewölkt,  -8 Grad, gefahrene Strecke:  45 km)

Heute wollten wir auch einmal in Finnland skifahren. Deshalb erreichten wir um 12.30 Uhr den nur wenige Kilometer von unserem Bungalow entfernten Skilift im Skigebiet „Paavonrinteet“ bei Saarijärvi. Hier waren wir offenbar die einzigen deutschen Urlauber, die mehrzahl der geparkten Auto hatte russische Kennzeichen. Leider gab es nur einen kleinen Babylift und einen etwa 500 Meter langen Tellerlift, aber für ein paar Abfahrten reichte es. Wir liehen uns Skiausrüstungen aus  (24 €] und  kauften eine 2-Stunden-Familien-Karte (38 €)., dann ging es los. Bei Temperaturen um minus 10 Grad war der Schnee schön pulvrig, so dass wir viel Spaß hatten. Als wir gegen 16 Uhr wieder „nach Hause“ fuhren, war bereits das Flutlicht eingeschaltet. Vorher aßen wir noch ein paar Krapfen an der Talstation.
Ab 21 Uhr gingen wir mit Julia noch zum Tanzabend im Speisesaal, wo an diesem Abend eine 3-Mann-Band spielte. Julia ließ es sich nicht nehmen, in den Tanzpausen zur CD-Musik Solotänze zu präsentieren und war sehr stolz, dass einige ältere finnische Paare dafür Beifall spendeten. Dies spornte sie natürlich noch mehr an und so war sie kaum noch zu bremsen. Wir genossen unseren Rotwein, wurden von Finnen fotografiert und hatten einen schönen Abend.    

 

 

Skifahren bei Saarijärvi in Mittelfinnland 

 


Sonntag, 04.01.2009 ( bewölkt,  -11 Grad, gefahrene Strecke:  155 km)

Unseren letzten Tag in Mittelfinnland nützten wir zu einem Ausflug nach Norden. Auf wenig befahrenen Landstraßen fuhren wir durch den Winterwald zunächst nach Kannonkoski und von dort weiter nach Viitasaari, einem Ort mit 7.500 Einwohnern am See Keitele. Hier gibt es unzählige Seen, so dass diese Gegend wegen ihrer landschaftlichen Schönheit von den Finnen als Urlaubsregion genutzt wird. An den Ufern sieht man viele „Mökkis“, die kleinen Ferienhäuser Finnlands. Wir parkten am Ufer des Sees bei der ABC-Raststätte und gingen auf dem zugefrorenen See spazieren. 

Michael ließ es sich nicht nehmen, nach einer Aufwärm-Pause bei Hamburgern mit Pommes – dem Beispiel von ein paar Finnen folgend - mit dem Auto ein paar Runden auf dem See zu drehen.
 

 

Nach diesem einmaligen Erlebnis ging es bei einsetzender Dunkelheit 70 km zurück nach Saarijärvi, machten unterwegs aber einen Zwischenstop im Nationalpark Pyhä-Häkki (Buntspecht), wo man auf diversen Waldwanderwegen die Natur entdecken kann.

Der Park liegt in Mittelfinnland im nord-östlichen Teil der Gemeinde Saarijärvi, ist nur 12 qkm groß und damit einer der kleinsten Finnlands. Er wurde bereits 1956 geschaffen und 1982 erweitert. Er besteht aus einer Wald- und Moorfläche, wobei insbesondere die Urwälder mit teils sehr alten Bäumen (bis zu 500 Jahre) zu erwähnen sind. Zu beobachten sind hier seltene Vögel wie Spechte, die Namensgeber des Parks, und Eulen - leider aber keine Elche. Man kann hier auf markierten Wanderwegen die schöne Natur erkunden. Am Eingang des Parks an der Straße von Saarijärvi nach Viitasaari befindet sich eine Hütte mit Schautafeln und ein großer Parkplatz.

Abends gönnten wir uns am letzten Abend noch ein köstliches Steak mit Kartoffeln bei Bier und dem täglichen Aquavit, bevor wir den Abend am offenen Kamin beendeten. 
 


Montag, 05.01.2009 (wolkig, -13 Grad, gefahrene Strecke: 352 km)

Heute mussten wir unseren Bungalow verlassen und nach Helsinki zurückkehren. Nach dem Frühstück räumten wir unser Haus am See und starteten um 11.30 Uhr in Richtung Süden. Zunächst fuhren wir etwa 50 km bis zu einer Huskie-Farm in Ylä-Kintaus.

Hier leben knapp 40 sibirische Huskie-Hunde und man kann nach Voranmeldung kleinere oder größere Hundeschlittenfahrten ab 25 EUR pro Person buchen (Kontakt: sainen@co.inet.fi). Da wir ja noch 300 km oder 4 Stunden Fahrt vor uns hatten, schauten wir die Hunde nur an, plauderten mit dem Besitzer der Farm, der uns schon vor ein paar Tagen herumgefahren hatte, und fuhren weiter nach Süden.  



Ca. 30 Kilometer westlich von Jyväskylä kamen wir an der Vanha Kirkko – der  alten Kirche von Petäjävesi vorbei , die seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die Kirche wurde von 1763 bis 1765 erbaut und ist heute eine der beliebtesten Hochzeitskirchen der Gegend.

 

  

  Abendstimmung am See vor unserem Haus

 

Ohne Probleme auf der weiteren Fahrt erreichten wir mit schlafenden Kindern auf dem Rücksitz unser Hotel Scandic Grand Marina in der Katajanokanlaituri 7 am Hafen von Helsinki. Vor dem Abendessen gingen wir alle noch durch das nächtliche Zentrum der Stadt, zunächst zum Dom, der in verschiedenen Farben angestrahlt wurde. Wir gingen  durch die noch weihnachtlich beleuchtete  Fußgängerzone und stillten den ärgsten Hunger von Tobias und Julia bei McDonalds. Zurück im Hotel gingen wir noch ins Hotelrestaurant Makasiini, wo Michael wohl den größten Hamburger seines Lebens serviert wurde. Ab 21 Uhr schauten wir im Hotelzimmer noch etwas fern und tranken ein Glas Rotwein. 

 

Dienstag, 06.01.2009  (wolkenlos,+1 Grad, gefahrene Strecke: 28 km)

Nach dem Frühstück im völlig überfüllten Hotelrestaurant fuhren wir mit unserem Fiat Punto nochmal zum Dom. Zunächst zündeten wir dort ein paar Kerzen an, dann besuchten wir einen der Souvenirshops (Kiseleffin Talo) am Senatsplatz und kauften Andenken. Nach einem kurzen Stop an der Johanneskirche (Johanneksen Kirkko) fuhren wir zurück zum Flughafen. Wir gaben unseren Mietwagen ab und tranken noch etwas nach dem Einchecken. Pünktlich um 15 Uhr startete unser Flug LH 3113 nach München, wo wir um 16.30 Uhr landeten.  

michaelw@bayern-mail.de