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Frühstück vor dem Wohnmobil                                Ausblick auf den See am Pinewood-Lake-Campground


Mittwoch, 31.08.2011   

(Besuch der Plimoth Plantation in Plymouth und Fahrt weiter nach Newport – 124 Meilen)
                                                                                                                                                     Nach einem gemütlichen Frühstück vor dem Wohnmobil erkundeten wir den schönen Campingplatz am Pinewood Lake, auf dem man es gut noch einen Tag hätte aushalten können, und fuhren um 11 Uhr auf der SR 3 zunächst nach Plymouth zur Plimoth Plantation.

Nach einem kurzen Stop an der alten Kirche von Plymouth - wo man auch einen Nachbau der Mayflower besichtigen kann, mit der die ersten Siedler aus England kamen - erreichten wir um 12.30 Uhr etwas genervt das Museumsdorf, nachdem wir dreimal vorbei gefahren waren. Auf dem Gelände werden die Besucher in die Zeit von 1627 zurückversetzt - nachdem man 25 $ pro Erwachsenen und 15 $ pro Kind bezahlt hat. Wir sahen zunächst im Kino des Visitor Centers einen Film über das Dorf, anschließend gingen wir zuerst in das Lager der Wampanoag Indianer.

 

  

Hier und im benachbarten Dorf der englischen Siedler erklären Darsteller in Originalkostümen die Geschichte und das Leben der Einwanderer aus England und der „native people“, wie die Ureinwohner hier genannt werden. Alle trugen auch hier den historischen Vorbildern entsprechende Kleidung, meist hergestellt aus Hirschleder. Wir konnten eines der Häuser, ein Wetu, besichtigen, in dem ein Ureinwohner über die Lebensumstände in dieser Region berichtete, in der seine Vorfahren schon seit mehr als 10.000 Jahren angesiedelt sind. Wir beobachteten eine Frau bei der Zubereitung von Maisfladen und einen Ureinwohner beim Aushöhlen eines Baumstammes mit Feuer, der später als Kanu dienen sollte. Tobias durfte einer Frau beim Wasser holen helfen, die uns dann auch ihr Haus zeigte. Sie sprach in einem altenglischen Dialekt, war nur schwer zu verstehen und bereitete gerade Fischsuppe zu. 

Wir schauten uns noch weitere Siedlerhäuser an, u.a. das Haus des Priesters, der erzählte, dass er mit Frau und Kindern vor 7 Jahren, also 1620, mit dem Schiff hier angekommen sei. Hühner liefen durch das Dorf und auf einer Wiese standen drei Rinder mit riesigen Hörnern. Außer uns waren noch viele andere deutsche Touristen in der historisch originalgetreu nachgebauten Siedlung unterwegs. Vom Obergeschoß einer Versammlungshalle, in der einige Kanonen zum Schutz standen, hatten wir einen schönen Blick auf das Dorf und das Meer.

 

Nach einem kurzen Besuch bei den Handwerkern fuhren wir nach zweieinhalb Stunden mit vielen neuen Eindrücken weiter Richtung Süden.
Über New Bedford kamen wir gegen 17 Uhr in der Küstenstadt Newport an, wo wir allerdings mit unserem Wohnmobil keine Parkmöglichkeit fanden und uns deshalb mit dem Blick aus dem Fenster begnügen mussten. Zumindest konnten wir aber an der Steilküste parken, auf dem bekannten, 6 km langem Cliff Walk entlanglaufen und auch einige der schönen und imposanten Mansions, der alten Ferienhäusern der reichen amerikanischen Familien von der Meerseite aus anschauen. Besonders beeindruckend war das "Breakers" (siehe Bild unten), erbaut von der Familie Vanderbilt im italenischen Renaissance-Stil um 1895. Das Haus hat 70 Räume und wird jährlich von etwa 400.000 Menschen besichtigt.
Wegen der fortgeschrittenen Zeit mussten wir uns mit einem Blick von außen begnügen, kehrten zum Wohnmobil zurück und fuhren weiter auf der Bellevue Avenue, vorbei an den Villen "Marbel House" und "Rosecliff", die sicher auch einen Besuch wert gewesen wären.

 

Durch den Süden Newports fuhren wir dann noch vor Sonnenuntergang gemütlich am Ocean Drive entlang, sahen weitere Luxusvillen und Fischerboote im Abendlicht.
 

Michael wurde von einem Paar gebeten, es vor der untergehenden Sonne zu fotografieren.
Angabegemäß hatten sie sich erst wenige Minuten vorher verlobt. Es war sehr romantisch!


Nun war es höchste Zeit zu tanken und einen Übernachtungsplatz zu suchen.
Wir parkten wieder einmal vor dem Kaufhaus Walmart und aßen gutes Steak im Restaurant Ninety Nine (99). Besonders gut schmeckte das kühle Octoberfestbeer der Brauerei Samuel Adams.




Die nun folgende Nacht schliefen wir nicht besonders gut, da neben dem Walmart-Parkplatz eine Durchgangsstraße lag, auf der viele LKWs vorbeidonnerten. Ein Campingplatz war aber leider nicht auffindbar gewesen. 






Donnerstag, 01.09.2011
(von Newport nach New York/Long Island –222 Meilen)

Heute war ein ziemlich anstrengender und nerviger Tag, deshalb gibt es nicht besonderes zu berichten.

Nachdem wir im Walmart noch etwas Grillfleisch für den Abend eingekauft und im Wohnmobil gefrühstückt hatten, verließen gegen 10 Uhr den Parkplatz und fuhren über eine große Brücke zur Interstate 95, auf der wir in süd-östlicher Richtung flott vorankamen.  

Nach ca. 100 Meilen kamen wir um 12 Uhr an New Haven vorbei, dann wurde der Verkehr immer dichter, je näher wir nach New York kamen.
Da wir in der Nähe der Cruise-America-Station einen Campingplatz suchen wollten, mussten wir über eine große, mautpflichtige Brücke nach Long Island fahren. Vor der Mautstation standen wir in einem langen Stau, auch danach ging es wegen Baustellen nur zäh vorwärts.
Nach fast zweistündiger Suche erreichten wir endlich den Campground. Leider war er schon voll, was unsere Stimmung nach der langen, anstrengenden Fahrt vollends in den Keller sinken ließ.

Bis zum zweiten Campingplatz auf Long Island, dem Nickerson Beach Campground am Lido Beach, mussten wir nochmals fast eine Stunde herumkurven, nur um dort zu erfahren, dass auch dieser Platz `fully booked´ sei. Gnädigerweise durften wir auf einer Wiese für 25 Dollar, ohne Wasser, Internet- und Stromanschluss, über Nacht stehenbleiben.

Während Sabine unsere Koffer packte, liefen Tobias und Julia zum breiten Sandstrand.



Ich grillte mit unserer letzten Kohle auf dem Zeltplatz das Abendessen. Wegen der vielen Stechmücken aßen wir aber dann doch lieber im RV, tranken noch eine Dose Budweiser und gingen bald ins Bett.

Es war unsere letzte Nacht im Wohnmobil. 

 

michaelw@bayern-mail.de