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REISEBERICHT NORDSEE-URLAUB PFINGSTFERIEN 2009

Freitag, 5.6.2009 (440 km)
Nachdem Michael vom Büro heimgekommen war starteten wir um 16.30 Uhr in unseren einwöchigen Pfingsturlaub 2009. Wegen zahlreicher Staumeldungen hatten wir uns entschieden, über Ulm zu fahren, leider waren auch auf der Stuttgarter Autobahn sehr viele Baustellen und zähfließender Verkehr. Trotzdem erreichten wir gegen 21 Uhr unser Zwischenquartier in Bad Hersfeld, das Hotel Sleep & go. Den Abend verbrachten wir im direkt im Hotel befindlichen kroatischen Grillrestaurant, wo wir gut, wenn auch nicht gerade billig aßen.

Samstag, 6.6.2009 (500 km + 177 km von Meldorf zur Hamburger Hallig und zurück)
Nach dem Frühstück bei McDonalds fuhren wir zunächst zum Kurviertel von Bad Hersfeld, um die Kurklinik zu besichtigen, in der Sabine im Sommer 1995 längere Zeit verbracht hatte. Wir fanden alles weitgehend unverändert vor und schwelgten in Erinnerungen. Nachdem wir noch einige Einkäufe erledigt, kurz durch das Zentrum der Stadt gefahren waren und im Hotel ausgecheckt hatten verließen wir Bad Hersfeld gegen 10.30 Uhr. Nachdem heute auf der Autobahn in nördlicher Richtung weniger los war kamen wir gut voran und erreichten über Hann. Münden mittags die Randbereiche von Hamburg. Bevor wir durch den Elbtunnel fuhren sahen wir auch schon einige große Verladekräne im Containerhafen. Nun ging es weiter auf der Autobahn Richtung Heide. Leider war wegen Bauarbeiten die Straße auf einem Teilstück gesperrt, so dass wir über die Landstraße ausweichen mussten, wo wir über eine halbe Stunde im Stau standen.
Gegen 15 Uhr erreichten wir unser
Ferienhaus in Thalingburen bei Meldorf
(im Internet zu finden unter http://www.ferienwohnungen.de/ferienhaus/3551/).
Da die Hausverwalterin noch nicht da war fuhren wir zunächst zum Einkaufen und versorgten uns mit den ersten Vorräten für die Woche. Nach ein paar kleineren Schwierigkeiten konnten wir dann auch kurz nach 16 Uhr unser Haus übernehmen. Frau Eikermann übergab uns die Schlüssel und zeigte uns ausführlich das wunderschöne, gemütliche Ferienhaus. Wir hatten auf unserer Finnlandreise im Hotel Summassaari die Besitzer des Reetdachhauses Swantje kennen gelernt, die uns ihr Ferienhaus zur Miete anboten. Es hatte 2 Schlafzimmer, Küche, Bad, Toilette, eine überdachte Terrasse, Esszimmer und ein gemütliches Wohnzimmer. Tobias und Julia bemerkten sofort die beiden Schwalbennester in den Dachbalken vor der Küche. 3 kleine Vögel reckten dort ihre Schnäbel auf der Suche nach Futter in die Höhe. Nachdem das Auto leer und alles verräumt war, fuhren wir noch etwa 70 km in Richtung Norden. Ich hatte im Internet entdeckt, dass auf der Hamburger Hallig einmal pro Woche am Abend gegrilltes Salzwiesen-Lamm ‚satt’ angeboten wird, das heißt dass man essen konnte soviel man wollte. Allein schon die 1-stündige Fahrt zur Hallig war ein schönes Erlebnis. Wir fuhren vorbei an großen Windkraftwerken, die hier überall auf den Wiesen stehen und erreichten den Damm. Hier weideten unzählige Schafe in der Abendsonne. Wir zahlten an der Durchfahrtsschranke zur Hallig, die zum Nationalpark Wattenmeer gehört 5 Euro Gebühr und fuhren dann 4 km schnurgerade durch die Salzwiesen, vorbei an vielen Schafen.
Die Hamburger Hallig nördlich von HusumAm Horizont sahen wir schon bald den Hügel mit der Hamburger Hallig (Sönke-Nissen-Koog 35, Reußenköge), einem aus mehreren Gebäuden bestehendem Anwesen. Etwa 200 Meter davor parkten wir um 19 Uhr unser Auto, dann gingen wir zum Haupthaus, in dem wir köstliches Grillfleisch in diesem besonderen Anwesen aßen. Es gab für 16 Euro Lammfleisch, Grillwurst und Salate. Wir genossen noch kurz die schöne Abendstimmung hinter der Hamburger Hallig, dann fuhren wir im Abendlicht nach Meldorf zurück.

Halligen sind übrigens keine Inseln. Sie haben keine hohen Deiche und werden daher bei Sturmfluten oft überschwemmt. Die Halligbewohner nennen das „Landunter“. Ihre Häuser bleiben dabei aber trocken, denn Sie stehen auf künstlich errichteten Erdhügeln, den Warften. Manche Hallig erlebt dieses Landunter rund 40mal pro Jahr. Es gibt weltweit nur 10 Halligen, alle liegen im nordfriesischen Wattenmeer.

Sonntag, 7.6.2009 (55 km)
Nach dem späten Frühstück fuhren wir an den Nordseestrand nach Büsum. Zunächst drehten die Kinder und Michael ein paar Runden auf der Kartbahn „Nordseering Büsum“, was wegen der nassen Strecke sehr viel Feingefühl in den Kurven erforderte. Nach einem kurzen Spaziergang am Deich besuchten wir die Ausstellung „Blanker Hans“ (Eintritt: Familie 29 EUR, Erwachsene 9 EUR, Kinder 7 EUR) mit umfangreichen Informationen zu Sturmfluten und deren Entstehung. Auf einer fiktiven Zeitreise wurden wir ins Jahr 1962 zurückversetzt, als in einer Februarnacht eine Sturmflut über die Nordseeküste hereinbrach und große Verwüstungen anrichtete. Wir hörten viel Interessantes über die Gezeiten, Wind, Wetter und Meer und gingen mit einer „Rettungskapsel“ auf Entdeckungsreise. Anschließend gingen wir am Hafen von Büsum entlang, sahen den alten Leuchtturm und bummelten durch die Fußgängerzone, wo wir eine Fischsemmel aßen. Zum Abschluss tranken wir noch ein kühles Pils bzw. Fanta am Hafen. Den Abend verbrachten wir gemütlich zu Hause (Spaghetti).

Montag, 8.6.2009
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Meldorf und besichtigten den kleinen Ort. Leider war der Dom wegen Renovierung geschlossen, so mussten wir uns mit einem Besuch in der Touristen-Information und einem kurzen Rundgang durch die Fußgängerzone begnügen. Die Kinder fanden das Beste an Meldorf aber die Laugen-Kastanien. Gut gestärkt fuhren wir nun nach Friedrichskoog zur Seehund-Aufzuchtstation.

Hier schauten wir 2 Stunden alles an, stiegen auf den Aussichtsturm und sahen auch noch die Fütterung der alten und jungen Seehunde und Kegelrobben. Täglich werden dort im Juni verwaiste Heuler angeliefert (Eintritt Erw. 5 EUR, Kinder 3,50 EUR). Nun mussten wir leider schnell wieder weiter, denn um 17.30 Uhr wollten wir in Büsum am „grünen Strand“ an einer Wattwanderung teilnehmen.



Unter der sachkundigen Führung des Wattführers Johann Franzen liefen wir zusammen mit etwa 10 weiteren Urlaubern barfuss weit ins Wattenmeer hinaus. Es gab viel zu entdecken: Wattschnecken, Krebse, Herzmuscheln, diverse Algen und natürlich auch den berühmten Wattwurm. Nach etwas mehr als 2 Stunden erreichten wir in der Abendsonne wieder den Strand. Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns ein gutes Pizzaessen im Ristorante Mamma Leone am Marktplatz in Meldorf. Es war spät geworden und so kamen wir erst gegen 23 Uhr in unser Ferienhaus zurück.

 



Dienstag, 9.6.2009

Den Vormittag nützten wir zu Hause zum Postkarten schreiben und Englisch lernen, da das Wetter nicht gut war.

 

Am Nachmittag fuhren wir auf der Autobahn nach Hamburg (100 km) und stellten unser Auto im Parkhaus am Spielbudenplatz an der Reeperbahn direkt vor dem TUI Operettenhaus ab. Zunächst gingen wir von dort zur schönen Barockkirche St. Michaelis, die mit ihrem grünen Kupferdach und dem 132 Meter hohen Turm, dem „Michel“, eines Wahrzeichen Hamburgs ist. Mit dem Aufzug fuhren wir bis zur Aussichtsplattform in 82 m Höhe, während es die Kinder bevorzugten, den Aufstieg zu Fuß zu bewältigen. Wir hatten einen schönen Blick auf den Hafen, das Rathaus und den Rest der Stadt. Da es leider anfing, etwas zu regnen, gingen wir – wieder unten angekommen – gleich gegenüber ins Restaurant „Old Commercial Room“ zum Abendessen. Viele Bilder mit Widmungen von berühmten Persönlichkeiten an den Wänden dokumentieren hier eindrucksvoll die über 200 Jahre lange Tradition dieses Hauses.
Kurz nach 19 Uhr war es dann Zeit aufzubrechen, denn um 20 Uhr begann im TUI Operettenhaus das Musical
„Ich war noch niemals in New York“.

Wir hatten sehr schöne Plätze in der 3. Reihe, so dass auch Julia alles gut sehen konnte. In dem Stück geht es um ein älteres Paar, das aus dem Alterheim abhaut, um unter der Freiheitsstatue in New York zu heiraten. Dabei werden die Beiden von dem jeweiligen Sohn bzw. Tochter verfolgt, die eine Dummheit der Mutter und des Vaters verhindern wollen und sich dabei selbst näher kommen. Die ganze Handlung ist geprägt von den erfolgreichsten Liedern von Udo Jürgens wie z. B. „Merci Cheri“, „mit 66 Jahren“, „Denn immer wieder geht die Sonne auf“ oder „Griechischer Wein“. Das Musical, das bereits seit eineinhalb Jahren hier aufgeführt wird, gefiel uns sehr gut. Nach einem abschließenden Getränk auf dem Spielbudenplatz fuhren wir gegen Mitternacht beschwingt wieder nach Hause in unser Ferienhaus in Meldorf.

Mittwoch, 10.06.2009
Nach dem Frühstück und ein paar Aufräumarbeiten fuhren wir zunächst nach Tönning, wo wir ab etwa 12.30 Uhr  das Wattmuseum „Multimar“ ausgiebig besichtigten. Wir bestaunten dort einen Wal in Originalgröße (18 Meter lang), der 1997 an der dänischen Küste strandete, erfuhren viel über die Flora und Fauna dieser Küstenregion und schauten die zahlreichen Aquarien an.
Vor dem Ausstellungsgebäude grasten auch Jacob-Schafe, die 4 große Hörner haben und sehr ungewöhnlich aussehen
.


Nach ein paar Fotos im alten Hafen von Tönning vor den Fischkuttern fuhren wir weiter zur Außenstelle des Museums, dem NABU Naturzentrum Katinger Watt und zum Eidersperrwerk an der Mündung des Flusses Eider in die Nordsee. Hier beobachteten wir bei sehr starkem Wind die Durchfahrt eines Kutters zurück in den Mündungsbereich und gingen auf dem 8 Meter hohen Deich spazieren.

Unser nächstes Ziel war das Kohlosseum und die Krautwerkstatt in Wesselburen, wo uns der Krautmeister Hubert Nickels in einer persönlichen Präsentation zeigte, wie Sauerkraut gemacht und verarbeitet wird. Wir durften verschiedene Krautsalate probieren und kauften auch einige Gläser ein.

Da wir nicht weit von St. Peter-Ording, dem größten deutschen Seebad, entfernt waren, entschlossen wir uns noch zu einem abendlichen Abstecher zu dem bekannten Urlaubsort. Wir parkten in der Nähe des Strandes und gingen auf der fast  1.000 m langen hölzernen Seebrücke über die Salzwiesen hinaus bis zu den Dünen und dem Sandstrand. Hier standen auch einige Häuser in etwa 5 Metern Höhe auf Pfählen, unter anderem auch ein Restaurant.

die Seebrücke in St. Peter Ording

Wir machten es uns in einem der vielen Strandkörbe bequem und Sabine genoss die Sonne. Die Kinder freuten sich, dass sie endlich etwas im Sand buddeln konnten und Michael ging noch hinaus bis zum Meer, das allerdings mit 13-15 Grad Wassertemperatur noch sehr kalt war. Zum Abendessen fuhren wir auch aus Kostengründen zurück nach Wesselburen, wo wir bei der alten Kirche im Restaurant Ulmen-Klause einen köstlichen Meeraal mit Salz- und Röstkartoffeln verspeisten.

Donnerstag, 11.6.2009  (23 km)
In der Früh war heute sehr schlechtes Wetter, es regnete in Strömen und ein orkanartiger Wind pfiff über die Deiche. Michael besuchte zunächst um halb 9 Uhr den Fronleichnams-Gottesdienst in der katholischen Kirche von Meldorf, St.Ansgar. Mit frischen Semmeln fuhr er gegen 10 Uhr zurück nach Thalingburen und weckte den Rest der Familie.

Wegen des schlechten Wetters blieben wir den ganzen Tag zu Hause. Durch den starken Regen war sogar das Dach unseres Ferienhauses in einer Ecke des  Esszimmers undicht geworden, so dass wir Eimer und Schüsseln aufstellen mussten.
Am späten Nachmittag, als es aufgehört hatte zu regnen, gingen Tobias und Michael zu Fuß nach Meldorf (3,5 km), die Damen folgten später mit dem Auto. 
 

  

 

In der schönen alten Windmühle „Südermühle“ aßen wir köstlichen, frischen Matjes nach Hausfrauen-Art, Frühlingssalat und Schnitzel. Gegen 21 Uhr fuhren wir wieder heim und schauten noch etwas fern.


Freitag, 12.6.2009 (122 km)
Endlich Sonnenschein! Zwar war es mit 13 Grad noch sehr kühl und windig, aber wenigstens trocken. Michael holte Semmeln aus Meldorf, dann wurde gefrühstückt und Sabine fing schon mit ersten Aufräumarbeiten an. Gegen Mittag fuhren wir dann nach Brunsbüttel, wo die großen Schiffe auf der Fahrt in den Nord-Ostsee-Kanal (Kaiser-Wilhelm-Kanal) die Schleuse passieren müssen. Wir beobachteten einen großen Frachter und schauten uns das Schleusenmuseum an. Wir erfuhren einiges über die Entstehung und den Bau des Kanals am Ende des 19.Jahrhunderts. Durch den Kanal sparen sich die Schiffe die 900 km lange Umfahrung Dänemarks durch den Skagerrak. Nun hatten wir Hunger und legten bei McDonalds eine Pause ein.
Nun ging es wieder weiter in Richtung Norden nach Heide, wo der größte Marktplatz Europas zu finden sein soll. Zufällig war an diesem Tag auch eine große Veranstaltung des NDR, bei der möglichst viele, mindestens 30 Jahre alte Traktoren zusammenkommen sollten. Der ganze Platz war schon voll, als wir dort ankamen. Wir beobachteten die Live-Schaltung ins Fernsehen bei der Sendung „Das!“ von NDR 3, dann gingen wir noch kurz durch die Fußgängerzone von Heide.

 

Am Abend packten wir unsere Koffer, denn am nächsten Morgen sollte es wieder nach Hause gehen und aßen die Reste aus dem Kühlschrank. Trotzdem blieb auch noch Zeit für einen kurzen Abstecher an den Nordermeldorfer Strand, wo es sehr windig war.

 

 

 

Samstag, 13.06.2009 (900 km)

Am wettermäßig schönsten Tag der Woche mussten wir leider wieder zurück nach München fahren. Wir packten unser Auto und starteten wie geplant um 9.30 Uhr von unserem Ferienhaus in Meldorf/Thalingburen. Nach 1 Stunde erreichten wir bereits die Randbezirke von Hamburg und sahen nochmals die großen Kräne am Containerhafen. Die weiteren Stationen waren: 12 Uhr Hildesheim, 13 Uhr Kassel, 14 Uhr Fulda, 15 Uhr Würzburg, 16 Uhr Allersberg südlich von Nürnberg und 17 Uhr Dachau. Nach fast 8 Stunden Fahrzeit (mit kleinen Pausen) erreichten wir wohl behalten München.
Wir hatten in den letzten 8 Tagen insgesamt 2.680 km auf unserer Reise in den Norden Deutschlands zurückgelegt und dabei viel Schönes erlebt. Es war bestimmt nicht unser letzter Urlaub an der Nordsee! Doch nun waren wir wieder daheim, 2 Tage später begann wieder der Alltag.


Wir beendeten den Tag unserer Heimreise bei einer kühlen Hellen im Biergarten in der Schwaige in Fürstenried.

 

 

 

 

 

 

michaelw@bayern-mail.de