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Freitag, 27.08.2010
(von Las Vegas zum Zion Nationalpark, 176 mls oder 283 km)               

Nach dem Auschecken im Hotel Luxor ließen wir uns vor dem berühmten Las Vegas-Ortsschild fotografieren. Dann fuhren wir zunächst nochmal zu Cruise-America, um den Kühlschrank kontrollieren zu lassen. So war der halbe Tag schon um, als wir endlich in nord-östlicher Richtung auf der Interstate 15 zum ZION-NATIONALPARK aufbrechen konnten. 


Auf dem Highway 9 erreichten wir auf einer landschaftlich sehr schönen Straße über Hurricane nach 166 Meilen (267 km) gegen 17 Uhr den Ort Springdale, direkt am Eingang des Zion Nationalpark im Süden des Staates Nevada. Da sich eine Besichtigung an diesem Tag nicht mehr lohnte, kauften wir im Supermarkt einige Lebensmittel und frische Rindersteaks, die wir auf dem Zion Canyon Campground am Abend grillten. Hier hatten wir vor 12 Jahren bei unserer letzten Tour durch den Südwesten auch schon übernachtet und den Abend am Lagerfeuer verbracht. Nachdem wir noch etwas Kniffel gespielt hatten gingen wir zufrieden ins Bett.

Samstag, 28.08.2010 (vom Zion Nationalpark zum Bryce Canyon, 85 mls oder 137 km)

Heute besichtigten wir den bekannten Zion-Nationalpark. Der von Touristen besuchte Teil des Nationalparks besteht hauptsächlich aus einer großen Schlucht, in der man auf verschiedenen Trails wandern kann, die mit dem Shuttle-Bus erreichbar sind. Wir sind drei von diesen abgelaufen. Vom Parkplatz aus fuhren wir dem Shuttlebus bis zur Haltestelle Zion Lodge.
Von hier aus begannen wir unsere Wanderung zu den Emerald Pool´s. Über eine Fußgängerbrücke, die über den Virgin River führt, gelangten wir auf den Wanderweg bergauf zu den Middle Pools.

Dieser zum Teil schattige Weg führte uns zu kleinen Wasserbecken und Wasserfällen. Hier zweigte ein Weg ab zu den Upper Pools. Es ging jetzt ganz schön bergauf und man musste auch über den einen oder anderen großen Sandstein klettern, die teilweise etwas rutschig waren.
Der Upper Emerald Pool unterhalb einer hohen Felswand, von der ein kleiner Wasserfall herunterkommt, hat uns am besten gefallen, auch wenn das Wasser des Pools eher bräunlich als smaragdgrün war. Hier legten wir eine längere Pause ein und die Kinder nützten die Zeit um im Wasser zu spielen. Auf dem Rückweg beeindruckte uns besonders eine überhängende Felswand mit Wasserfall, an deren Fuß wir hinter dem Wasservorhang entlanggingen. Besondere Beachtung fand eine handtellergroße Spinne, die am Wegrand in der Sonne döste. Insgesamt waren wir hier ca. 2,5 - 3 Stunden unterwegs.
 


 

 

Mit dem Shuttlebus fuhren wir nun noch bis zum Ende des Tales, zum „Temple of Sinawava“. Hier wanderten wir zum Abschluss unserer Zion-Erkundungstour am Fluss entlang zu einer engen Stelle im Tal, begleitet von einigen Eichhörnchen und zahlreichen Touristen. Nach einigen 100 Metern muss man zwischen den hoch aufragenden steilen Felswänden durch das Flussbett waten. Im Gegensatz zu Las Vegas, wo es in den letzten zwei Tagen mit Temperaturen um die 40 Grad sehr heiß war, empfanden wir es heute als sehr angenehm.
 
Durch diesen ausgiebigen Besuch im Zion NP sind wir erst am späteren Nachmittag wieder weitergefahren. Sehr erfreut haben uns die Bundesligaergebnisse, die Christoph per SMS zugeschickt hatte, leider weniger das Resultat des FC Bayern.
Wir haben ab 16.30 Uhr noch den ganzen etwa 85 Meilen langen Weg Richtung Osten durch sehr schöne Landschaft bis zum Bryce Canyon zurückgelegt. U.a. ging es auf dem Zion-Mount Carmel-Highway durch einen Tunnel, den man mit dem Wohnmobil nur in der Mitte befahren kann, da er an den Seiten zu niedrig ist. Am Osteingang des Parks findet sich die Checkerboard Mesa, ein Tafelberg aus Sandstein. Sehr markante und tiefe vertikale und horizontale Furchen durchziehen die Oberfläche dieses Berges. Wir stoppten an einem kleinen Parkplatz und machten ein paar Fotos.
Über Mt.Carmel Junction, wo wir nach Norden auf die US-Route 89 abbogen, und Glendale erreichten wir erst am Abend gegen 20 Uhr den Eingang des Bryce Canyon und übernachteten auf dem Campingplatz. Es war hier sehr kalt, denn der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich immerhin in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der Zion-Nationalpark oder der Grand-Canyon-Nationalpark.
Michael ging es inzwischen wieder relativ gut, nur der Schnupfen war dank der Klimaanlage sehr hartnäckig. Der Kühlschrank funktionierte nun Gott sei Dank auch wieder, so dass die Lebensmittel etwas länger halten als bisher. Am Abend haben wir im Wohnmobil Berge von Spaghetti gegessen - auf Wunsch von Tobias.
Während Michael am späten Abend noch lange den Reisebericht in den Laptop hackte und ein paar Email nach München verschickte lag der Rest der Familie schon in den Betten. Draußen pfiff der Wind um unser RV und die Budweiser-Bierdose war leider auch bald leer – während es zu Hause in Deutschland schon wieder hell wurde.

Sonntag, 29.08.2010 (Bryce Canyon, Fahrt zum Capitol-Reef-NP)

Am Sonntag stand einer der Höhepunkte unserer USA-Reise auf dem Programm - die Besichtigung des Bryce Canyon. eine Art überdimensionale Batzelburg. Der Nationalpark liegt auf dem Colorado-Plateau, genauer an der südöstlichen Kante des Paunsaugunt-Plateaus. Der Name Paunsaugunt leitet sich von der Uto-Aztekischen Sprache der Paiute-Indianer ab und bedeutet „Heimat des Bibers“. Besucher erreichen den Park von der Plateauseite und blicken über die Kante in das Pariatal mit dem gleichnamigen Fluss. Auch das Wort Paria kommt aus dem Uto-Aztekischen und bedeutet Elchwasser.
Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss gebildet. Er ist damit kein Canyon im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel der Grand Canyon. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit bizarren Felsnadeln, so genannte Hoodoos. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Die so entstandenen Amphitheater erstrecken sich über eine Länge von über 30 km. Das größte Amphitheater trägt den Namen Bryce Canyon, ist nahezu 5 km breit, 19 km lang und fällt über 240 Meter gegenüber dem Plateau ab – und war heute unser Ziel.
Da es immer noch sehr kühl war leerten wir nach dem Frühstück zunächst die Abwassertanks, räumten im Wohnmobil auf und machten ein Familienfoto mit unserem Urlaubsmobil. Dann fuhren wir durch die Kieferwälder des angrenzenden Hochplateaus direkt in den Nationalpark zum Parkplatz am Sunrise-Point. Hier genossen wir zum ersten Mal den atemberaubend schönen Ausblick auf die Hoodoos. Wir entschlossen uns, auf einem der längeren Trails, dem Navajo Loop Trail, hinunter ins Tal zu gehen und begannen gegen 11 Uhr mit dem Abstieg auf den gut ausgebauten Wanderwegen.

Wunderschön war das Farbenspiel zwischen den gelb-roten Felsnadeln, den vereinzelten grünen Nadelbäumen und dem tiefblauen Himmel. Wir blieben oft stehen und betrachteten dieses Naturwunder aus Stein, das nur durch Verwitterung in Millionen von Jahren entstanden ist. In der sog. Wall Street kamen wir auch durch eine enge Passage mit hochaufragenden Felswänden zu beiden Seiten. Im Mai 2006 hatte sich hier ein gewaltiger Felssturz ereignet, der diesen beliebtesten Wanderweg im Bryce Caynon Nationalpark über mehrere Monate blockierte. Wir kamen heute aber sicher durch diese Engstelle und erreichten nach etwa zweieinhalb Stunden Wanderung zufrieden aber nach dem steilen Aufstieg über Serpentinen etwas erschöpft beim Sunset-Point wieder den Rand des Plateaus. Auf mehr als 2000m ist die Luft eben doch merklich dünner und körperliche Aktivitäten sind entsprechend anstrengender. In der Mittagspause aßen wir im RV eine große Wassermelone und fuhren frisch gestärkt auf der Park Road zu einigen der weiteren 12 Aussichtspunkte.

Besonders beeindruckend war der Ausblick am Bryce Point, wo wir um 15.30 Uhr ankamen und ein paar Familienbilder vor dem sog. Amphitheater machten. Es gibt auf der Welt nicht viele Orte, die uns so beeindruckt haben und wir hoffen, irgendwann wieder hierher kommen zu dürfen!

Nun mussten wir von diesem Naturwunder Abschied nehmen und fuhren über 150 km weiter in Richtung Osten und erreichten gegen 19 Uhr den Capitol-Reef-Nationalpark.

Hier übernachteten wir auf einer schönen Wiese unter Obstbäumen. Bei Sonnenuntergang fuhren wir an einem beeindruckenden Felsmassiv entlang, das im Abendlicht wunderbar rot leuchtete.
Leider hatten wir den ganzen Tag keinen geöffneten Supermarkt gefunden, so dass wir uns beim Abendessen auf Brot und Wurst beschränken mussten.
Der Parkranger kam etwas später mit einem freundliche "Hello, hello" an den Wohnmobilen vorbei und lud persönlich die wenigen Gäste ein, einen kleinen Vortag über den Uranium-Abbau im Capital Reef anzuhören, wovon wir nur wenig verstanden, da er ziemlich nuschelte. Danach konnte man noch auf einer Wiese bei völliger Dunkelheit die Sterne und die Milchstraße betrachten, u.a. auch durch ein Fernrohr - wunderschön und sehr beeindruckend!

Julia war begeistert, da sie eine Sternschnuppe sah.

Dann drängte sie uns hartnäckig zur Rückkehr zum Wohnmobil, da wir versprochen hatten, noch "Die Siedler von Cattan" mit ihr zu spielen, was wir dann auch bis gegen Mitternacht taten – übrigens: Michael hat gewonnen.
 
Montag, 30.08.2010
Am Vormittag sind wir vom Capitol-Reef-Nationalpark zum Arches Nationalpark gefahren, wobei wir auch etwa 50 km auf einer schnurgeraden Straße durch eine Wüste fahren mussten. Mittags um 12 Uhr erreichten wir den Ort Moab, wo wir ausgehungert einen McDonalds stürmten. Anschließend kauften wir im Supermarkt wieder einmal Lebensmittel ein, die nach unserem Empfinden inzwischen deutlich teurer sind als noch vor ein paar Jahren. Besonders Wurst, Schinken und Käse sind Luxus.
Als nächstes suchten wir einen Campingplatz, da man nie weiß, ob am Abend noch genügend Plätze frei sind. Wir fanden einen recht schönen Platz, wieder auf einer Wiese mit Apfelbäumen. Nach 15 Uhr fuhren wir nun in den Arches Nationalpark, in dem man schöne Natursteinbögen besichtigen kann. Die Felsen sind aus rot-braunem Sandstein und sehr schön geformt. Am ersten Trail stoppten wir gleich, und Tobias, Julia und Michael gingen den 1,6 km langen Trail durch die "Park Avenue", während Sabine das erste Mal mit dem großen RV (Recreation Vehicle) um die Felsformation herumfuhr.

Nächster Haltepunkt war am "Balanced Rock", einem großen Felsen der auf einer dünnen Felsnadel thront und von dem wir schon vor 15 Jahren dachten, dass er bald herunterstürzen wird – aber er liegt noch immer oben!
Nachdem wir noch zu den sog. Windows gegangen waren, große Löcher in Felswänden, die durch Verwitterung entstanden sind, fuhren wir am Spätnachmittag zum letzten Trail des Tages. Um 15:00 Uhr starten wir die Wanderung zum Delicate Arch, der auf jedem Autokennzeichen von Utah abgebildet. Wir waren zuletzt 1995 hier - damals noch ohne Kinder. An der alten Wolfes-Ranch vorbei kamen wir bald an den Rand des Felsrückens. Unterwegs übte Sabine mit Julia das Malrechnen und die Umrechnung von Maßen und Gewichten - trotz Ferien leider unvermeidbar. Auf einem von kleinen Steintürmchen markierten weg ging es moderat steil nach oben und wir erreichten gemütlich in einer Stunde den großen Steinbogen Delicate Arch, einem der größten natürlichen Steinbögen der Welt, der auf zahlreichen Reiseführern abgebildet ist.
Wir ließen uns darunter fotografieren und genossen den großartigen Ausblick.

 

Inzwischen war es schon gegen 19 Uhr, so dass wir den langen Rückweg zum RV in Angriff nehmen mussten. Am Abend gönnten wir uns ein Bison-Steak in einem Restaurant nahe des Campingplatzes - im „Desert Bistro“ am nördlichen Ortseingang von Moab. Als wir schließlich um 22.30 Uhr heimgingen waren wir die letzten Gäste.

Dienstag, 31.08.2010 (Moab - Arches NP - Blanding / 121 mls, davon ca. 40 mls im Arches NP)
Heute früh hat Sabine Wäsche gewaschen und wir haben im Freien gefrühstückt. Dann fuhren wir gegen Mittag nochmal in den Arches NP um weitere Trails zu gehen, u.a. zur Landscape-Bridge und zum Double-O-Arch. Zunächst fuhren wir wieder vorbei an den Three Gossips und dem Balanced Rock, die wir bereits gestern besichtigt hatten und erreichten nach 18 Meilen (ca. 29 km) Fahrt durch den Park den Endpunkt der Straße am Devils Garden Trailhead. Hier parkten wir das Wohnmobil und marschierten zunächst zur berühmten Landscape Bridge.
Es ist ein Wunder, dass dieser größte Steinbogen der Welt noch nicht eingestürzt ist. Kurz dahinter kamen wir an den Resten des Wall-Arch vorbei, der am 4.August 2008 eingestürzt war. Nach ein paar hundert Metern ging Michael einen kurzen Abstecher zum kleinen, aber schön gelegenen Navajo-Arch, wo ansonsten auch kein Mensch zu sehen war. Auf einen Felsenhügel mit fantastischer Fernsicht auf die nördlichen Ausläufer des Nationalparks erreichten wir schließlich nach etwa 1 Stunde den Double-O-Arch. Diese Gesteinsformation hat ihren Namen von den zwei übereinander liegenden Öffnungen, die besonders eindrucksvolle Ausblicke auf die Landschaft erlauben. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und aßen ein paar Kekse als verspätetes Mittagessen. Tobias und Julia kletterten zwischen den Felsen herum, wobei Tobi sich an einem Ast einen großen Kratzer am Rücken holte - aber wie heißt es so schön: Ein Indianer kennt keinen Schmerz! Nach ein paar Fotos traten wir gegen 16 Uhr den Rückweg an und erreichten nach einer weiteren Stunde Fußmarsch unser Wohnmobil am Parkplatz.
Obwohl es schon relativ spät war, wollten wir planmäßig wenigstens noch ein paar Meilen in Richtung Süden des fahren, um dann am nächsten Tag das Monument Valley zu erreichen. Wir fuhren also zunächst wieder aus dem Park hinunter nach Moab und von dort 80 Meilen (130 km) auf der Interstate 191 bis nach Blanding. Da es nun schon dunkel wurde, entschlossen wir uns auf einem kleinen Campground, dem "Trade Post - Blue Mountain RV Park" zu übernachten. Das ältere Ehepaar an der Rezeption begrüßte uns sehr freundlich und gab uns den Schlüssel zu den überaus sauberen Waschräumen des Platzes. Leider konnten sie uns nicht vom Kauf einiger indianischer Schmuckstücke überzeugen, die in Vitrinen angeboten wurden. Wir konzentrierten uns lieber auf das bevorstehende Abendessen, denn wir waren schon sehr hungrig. Dank selbst entzündender Grillkohlen war bald eine schöne Glut im Grill und so konnten wir bei einem wunderschönen Sonnenuntergang und einem guten Steak die Erlebnisse des Tages besprechen. Da es bald etwas kühl wurde, zogen wir uns mit Saft und Budweiser-Beer ausgestattet ins Wohnmobil zurück, wo wir noch eine Runde "Siedler von Catan" spielten. Sabine hatte diesmal als erstes die notwendigen Siegpunkte erreicht und somit den Tag erfolgreich beendet. Zufrieden gingen wir gegen Mitternacht in unsere Schlafsäcke. 

 

FORTSETZUNG FOLGT...

michaelw@bayern-mail.de