Home
unsere Familie
Urlaubsreisen
Südtirol 10-2014
Südtirol 10-2012
Island 2012
Kreuzfahrt 2012
USA Nordost 2011
Insel Cres 06-2011
Südtirol 04-2011
Dublin 11-2010
Südtirol 11-2010
USA 09-2010
Kreuzfahrt 05-2010
Venedig 03-2010
Südtirol 11-2009
Montenegro 08-2009
Nordsee 06-2009
Mallorca 04-2009
Finnland 01-2009
Spanien 08-2008
Kreuzfahrt 05-2008
Reisebericht
Infos zum Schiff
Südtirol 10-2007
Finnland 08-2007
Schweden 08-2007
Mallorca 07-2007
Kroatien 2007 Porec
Vorarlberg 04-2007
Kanada 08-2006
Kroatien 2006 Cres
USA-Ost 2005
Australien 2001
Jahresberichte
Flugstatistik
Unvergessen
Kontakt
Sitemap



  

Die MSC Sinfonia lief 2002 unter dem Namen „European Star“ vom Stapel und ist seit 2004 im Besitz von MSC. Das 250 Meter lange Schiff bietet 1. 500 Passagieren in 777 Kabinen Platz und ist modern ausgestattet und sehr sauber. Nach einigen Tagen und eingehendem Studium des Decksplanes hatten wir auch kein Problem uns an Bord zurecht zu finden.

Der Aufbau des Schiffes in Kürze: Ziemlich weit unten im Schiff im Deck 5 und 6 befinden sich die beiden großen Restaurants Il Covo (300 Plätze) und Il Galleone (640 Plätze), die Rezeption, diverse Bars, Theater und das Casino. Unser Lieblingsplatz war die Buddha-Bar mit Piano-Musik. Auf Deck 8, 9 und 10 sind die Kabinen, auf Deck 11 findet man das Buffet Restaurant für Frühstück und Mittagessen, davor ist im Freien das Cafe del Mar. In der Mitte des Schiffes sind auf dem Sonnendeck, mit stets ausreichend vorhandenen Liegestühlen, die beiden, täglich mit frischem Meerwasser befüllten Swimmingpools. Dazwischen gibt es noch zwei etwas erhöht liegende Jacuzzi-Becken. Im vorderen Bereich des Schiffes ist die Capri-Bar sowie eine Gelati-Bar. Hier konzentriert sich das Animations-Team auf seine lautstarken Aktivitäten mit kleinen Gesellschafts- und Bingospielen. Auf Deck 12 befand sich die Diskothek, die wir allerdings nicht besucht haben. Lärmbelästigungen gab es während unserer Reise, außer durch das, für unseren Geschmack, übertrieben lustige Animationsteam, keine. Die Motoren der Sinfonia sind sehr leise, die Maschinen der vier Motoren sind nicht zu hören.

 

Die Kabine

Unser Heim für die einwöchige Kreuzfahrt, eine Außenkabine auf Deck 10, war hell und freundlich. Es gab ausreichend viel Stauraum und Ablagen. Ein breites Doppelbett vor einem großen Fenster rundete den ersten positiven Eindruck ab. Hinter dem großen klappbaren Spiegel befand sich der Safe und zusätzlich noch eine ganze Menge mehr Stauraum für Reiseführer, Digicam etc. Der Zimmersafe war kostenlos und mit frei wählbarem Zahlencode ausgestattet. Zusätzlich hatten wir eine Minibar und Telefon. Das Bad (mit Föhn) war ausreichend groß dimensioniert, nur beim Duschen suchte der Vorhang immer Körperkontakt. Der Wasserdruck war gut und es gab auch morgens und am frühen Abend stets warmes Wasser. Die Temperatur konnte man über einen frei einstellbaren Thermostat regeln. Die Toilette war relativ laut, da sie, wie im Flugzeug, mit einem Absaugmechanismus arbeitete. Das Fernsehprogramm beschränkte sich auf einige deutsche sowie viele ausländische Sender. Zusätzlich gab es diverse Infokanäle in mehreren Sprachen (z. B. mit Bugkamera, den aktuellen Reisedaten wie Wellenhöhe, Position des Schiffes und vieles mehr). Die Kabine wurde von unserem Steward stets in tadellosem Zustand gehalten, er wartete häufig schon vor der Tür, um z. B. die Betten am Abend herzurichten. Dafür hatte er sich auch ein angemessenes Extra-Trinkgeld verdient. Unsere Kinder schliefen in an der Wand angebrachten Betten, die tagsüber hochgeklappt wurden. Dadurch hatten wir tagsüber auch genügend Bewegungsfreiheit.

 

Gastronomie

Gegessen wurde am Abend in zwei Sitzungen (19. 00 und 21. 00 Uhr) in den bereits erwähnten zwei unterschiedlichen Restaurants, beide mit Bedienung. Wir hatten während der 7-tägigen Reise immer dem gleichen Ober, der sehr freundlich und stets aufmerksam war. Es gab unterschiedlich große Tische, wir wurden einem 8-Personen-Tisch zugewiesen, an dem die Sitzordnung während der Woche unverändert eingehalten wurde. Man wählt sich ein 5-6 gängiges Menü aus einer täglich wechselnden Speisekarte aus, die auch Weinempfehlungen enthält. Jeden Abend gab es Spezialitäten aus einer anderen Region Italiens. Das Essen war stets sehr abwechslungsreich und geschmacklich sehr gut und heiß. Lediglich die Langusten hatten wohl schon vor längerem ihren ursprünglichen Lebensraum Meer verlassen und rochen etwas eigenartig. Die Kinder bekamen jeden Tag, auf eigenen Wunsch, ihre geliebten Spaghetti. Leider war es durch die sehr enge Bestuhlung des Restaurants etwas ungemütlich, weil die Bedienung zwischen den Tischen teilweise nur mit Problemen durchkam. Zweimal fand ein Galaabend statt, zu dem tatsächlich alle Gäste in Anzug / Sakko bzw. Abendgarderobe erschienen, was ja auch den besonderen Flair einer Kreuzfahrt ausmacht. Das Frühstück und das Mittagessen gab es sowohl in Buffetform an Deck oder im Restaurant mit Bedienung. Wir haben uns meist für das Bedienungsrestaurant entschieden, da es am Buffet doch etwas hektisch zuging und man oft nach einem freien Tisch suchen musste. Das Frühstück war von der Auswahl abwechslungsreich, es gab eigentlich alles was man wollte (Schinken, Wurst, Croissants, Rühr- oder Spiegelei, Speck etc). Mittags gab es dann verschiedene Arten von Fisch und Gemüse, Fleisch, Pizza oder Hamburger und diverse Salate. Die Getränkepreise an Bord sind durchaus akzeptabel. Man sollte unbedingt die angebotenen Gutscheinpakete kaufen, wodurch man bis zu 40% sparen kann. Die Flasche Wein kostet etwa 20 EUR und darüber. Eine Dose Cola kostet 2, 50 EUR, als pauschales Trinkgeld werden 6 EUR pro Person von der Rechnung abgebucht, damit alle Crew-Mitglieder in den Genuss kommen. Es kann auch – auf Wunsch – gekürzt werden, was wir aber nicht getan haben, denn wir waren mit dem Service sehr zufrieden.

Service

Die (überwiegend asiatische) Crew ist sehr aufmerksam und (bis auf die Mitarbeiter des Rezeptionsbereiches) freundlich.

Die Betreuung im Kinder-/ Juniorclub erfolgt in überwiegend italienischer Sprache, unsere Kinder hatten aber viel Spaß und dort schnell Freunde gefunden. Außerhalb der Landausflüge und Mahlzeiten haben wir sie kaum zu Gesicht bekommen, da sie im Junior-Club mit Spielen, Basteln und Showtänzen beschäftigt waren. Die Reiseleiterin war bei Problemen täglich ansprechbar. Der Kabinenstewart war sehr diskret und hielt die Kabine sehr sauber. Besonders angenehm war der Service, die Kabine für die Nacht vorzubereiten und die Tagesdecke zurückzuschlagen. Die Bedienungen in den Restaurants waren flott und zuvorkommend. Man sollte aber etwas Englisch mitbringen, um seine Wünsche auch entsprechend umgesetzt zu bekommen. Das gleiche gilt für die Rezeption - hier ist aber deutschsprachiges Personal in der Regel auch anzutreffen. Check-In und Check-out waren ebenfalls gut organisiert. Einziger Kritikpunkt waren die Bord-Fotografen, die mit der Zeit doch etwas lästig waren. Man möchte einfach nicht bei jedem zweiten Abendessen mit einer lustigen Kapitänsmütze oder im Arm einer Seeräuberbraut fotografiert werden.

Bordunterhaltung

Die MSC Sinfonia bietet ein breit gefächertes Angebot an Unterhaltungsmöglichkeiten. Wichtig war für uns als Familie der Junior-Club, den unsere Kinder ab dem 2. Tag in Anspruch genommen haben. Die Betreuung hat gut geklappt - trotz der vielen Nationalitäten. Es gab zudem einen Fußballplatz (Deck 12), Mini-Golf, Fitness-Center mit Wellness-Bereich (Betreten verboten für Kinder unter 14 Jahren) und einen Golf-Simulator - fast zuviel des Guten – deshalb haben wir diese Einrichtungen auch nicht genutzt. Der Pool-Bereich auf dem Sonnendeck mit 2 großen Meerwasser-Pools und den Whirlpools war unser Haupt-Aufenthaltsort. Hier nervte uns allerdings die sehr auf das italienische Publikum zugeschnittene Animation, die durch ihre Lautstärke wohl auch dem in der hintersten Ecke des Decks schlafenden Passagier Frohsinn beibringen wollte. Ein besonderes Highlight war die spontane Live-Show der österreichischen Band „Die Seer“, die auch an Bord waren. Ein dickes Lob gebührt dem Animationsteam für die abendlichen Shows, die meist sehr gut waren. Besonders hervorzuheben sind hierbei die tollen Kostüme und die hervorragenden Sänger, Zauberer und Artisten.

Landausflüge

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Ausflüge nicht gerade preiswert sind und im Durchschnitt ca. 40-60 EUR pro Erwachsenen kosten. Dafür muss man sich dann aber um nichts kümmern und erhält eine interessante Stadtführung. Informationen zu dem Zielort des nächsten Tages erhält man durch ein Faltblatt, das in die Kabine gelegt wird. Billiger geht es natürlich auf eigene Faust. Ein Beispiel: Der organisierte Transfer vom Hafen in Civitaveccia zum Vatikan kostet 41 EUR, es soll aber auch ein Nahverkehrszug fahren, der hin und zurück nur 9 EUR kostet. Allerdings wird Rom am Sonntag angelaufen, wo die Züge nur stark eingeschränkt verkehren. Aus Kostengründen (Familie mit 2 Kindern) haben wir die Landausflüge in Monaco und Malta auf eigene Faust organisiert, was wegen der Nähe der Anlegestelle zu den Sehenswürdigkeiten kein Problem war. In Malta beispielsweise hält direkt an der Anlegstelle der öffentliche Bus, mit dem man für 1 EUR in 10 Minuten in der Altstadt ist. Kurz nach der Ankunft konnten in allen Häfen immer zunächst die Passagiere aussteigen, die Landausflüge gebucht hatten. Wir haben nur den, oben beschriebenen, Transferservice in Rom genützt und an einer der angebotenen Touren in Valencia teilgenommen: Während die meisten Gäste sich dort für die organisierte intensivere Stadtbesichtigung entschieden hatten, fuhren wir zunächst mit einer Reiseleiterin mit dem Bus durch die Altstadt, allerdings ohne auszusteigen. Von dort ging es in 40 Minuten auf der Autobahn Richtung bis zum Vall d´Uixo, wo wir in 1 Stunde die Höhlen besichtigten. In Kähnen wurden wir auf einem unterirdischen Fluss herumgefahren und konnten auch ein Stück durch unterirdische Höhlen gehen. Zurück in Valencia fuhren wir noch zur „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“, auf deutsch der „Stadt der Künste und der Wissenschaften“. Hier konnten wir auch wieder für etwa 30 Minuten aussteigen und bewunderten die futuristischen und sehr beeindruckenden Gebäude. Dieses Areal liegt liegt in dem trockenem, ehemaligen Flussbett des Rio Turia. Zum Schluss sahen wir vom Bus aus noch die neue Formel-1-Rennstrecke. Besonders mit Kindern war dieser Ausflug eine gute Wahl und wir haben in der kurzen Zeit doch einen guten Eindruck von dieser schönen spanischen Stadt bekommen. In Tunis wollten wir auch den organisierten Ausflug (43 EUR, Kinder 30 EUR) mitmachen, leider konnte das Schiff wegen zu starkem Wind nicht anlegen, so dass wir leider Karthago nicht besuchen konnten.

Sonstige Tipps & Empfehlungen

Noch einige Anmerkungen zur Ein- und Ausschiffung: Wir hatten uns für die Anreise mit dem eigenen PKW entschieden und den Parkplatz im Vorfeld reserviert (ca. 12 EUR pro Tag). Der Hafen war leicht zu finden und so ließen wir unser Auto – zugegebenermaßen mit einem komischen Gefühl – mit Schlüssel, wie von einem freundlichen Mitarbeiter von MSC gewünscht, einfach stehen. Ich warf noch einen letzten Blick zurück auf die Familienkutsche (wer weiß, ob man sich wiedersieht), dann gingen wir direkt in das Check-In-Gebäude, wo bereits etwa 100 andere Urlauber warteten. Die Einschiffung ging dann sehr zügig und war binnen 20 Minuten erledigt. Die Mitarbeiter waren alle freundlich und es lief dementsprechend professionell ab. Wir erhielten jeder eine mit Strichcode versehene Plastikkarte, unseren Bordpass. Anschließend wurden alle sofort fotografiert, zunächst für das Bord-Identifikationssystem, dann vom offiziellen Bordfotografen mit einem Steuerrad in der Hand. Dieses Bild konnte man am nächsten Tag für 13 Euro an Bord erwerben, was wir auch taten. Nun wurden wir von den, überwiegend asiatischen, MSC-Mitarbeitern über die verschieden Getränkepakete informiert, die man erwerben konnte, während gratis Saft zur Verfügung stand. Wir kauften uns ein Wein-Classic-Paket, ein Softdrink- und ein Junior-Paket. Der Erwerb dieser vergünstigten Getränkepakete wäre allerdings auch später an Bord an jeder Bar möglich gewesen. Nachdem auch die Sicherheitskontrolle mit Durchleuchten des Handgepäcks erledigt worden war, durften wir aufs Schiff und wurden von einem Steward zur Kabine begleitet. Die Ausschiffung: Bereits in der Nacht vor dem Verlassen des Schiffes mussten die Koffer bis spätestens 2 Uhr morgens vor die Kabinentür gestellt werden. Am Morgen waren alle Gepäckstücke schon verschwunden. Alles war gut organisiert und es ging nach Farbbändern sortiert von Bord. Die Kabine musste bis 8. 00 Uhr verlassen sein, aber wir hatten genug Zeit zu Frühstücken im Restaurant, da erst geben 9: 00 Uhr die ersten Passagiere aufgerufen wurden. Ohne Gedränge ging es dann von Bord. Im Hafengebäude standen dann schon unsere Koffer bereit und zu unserer Freude stand auch unser Auto unbeschadet zur Heimfahrt bereit.

Zurück

michaelw@bayern-mail.de