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Freitag, 26.08.2011
(von Quechee bei Woodstock über die Flume Gorge und den Kancamagus Highway nach North-Conway
 – 120 Mls, ca.190 km)

                                                                                                                                                                                     

Der Tag fing schon deutlich besser an als der letzte: die Sonne schien und alle waren gleich wieder viel fröhlicher. Nach dem Duschen erfuhr ich an der Rezeption des Campingplatzes, dass der Hurricane Irene inzwischen die Ostküste der USA erreicht hat und am Sonntag auch die Gegend der Neuenglandstaaten erreichen wird. Wir rechnen deshalb in den nächsten Tagen mit starken Regenfällen.

 

Zunächst besichtigten wir, weil wir gerade da waren, noch kurz die "Quechee-Gorge" bei Woodstock an der SS 4.

Die Schlucht ist etwa 50 Meter tief und wurde geschaffen von einem Fluss mit dem unaussprechlichen Namen Ottauquechee.

Wir spazierten ein paar hundert Meter am Rand entlang und schauten von der Brücke, dann ging es gegen 11 Uhr auf der I-91 etwa 75 Meilen weiter nach Norden und von dort bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen über Landstraßen bis zum Franconia Notch State Park.



Hier befindet sich nördlich der Ortschaft Lincoln die Flume Gorge, eine der wichtigsten Attraktionen New Hampshires. Es handelt sich um eine etwa 300 Meter lange tiefe Schlucht am Fuß des Mount Liberty, durch die tosend ein Bach rauscht und die in allen Reiseführern als besonders sehenswert bezeichnet wurde. Wir stellten das Wohnmobil um 13 Uhr am großen Parkplatz vor dem Visitor Center ab und waren zunächst etwas überrascht über den relativ hohen Eintrittspreis: Um den 2 Meilen (3,2 km) langen Rundwanderweg gehen zu dürfen, mussten wir pro Person 14 Dollar bezahlen - das Naturerlebnis sollte aber jeden Cent wert sein.
 




Wir liefen den gesamten, gut ausgeschilderten Trail ab. Natürlich benutzten wir auch nicht den Shuttlebus zum Eingang der Schlucht, sondern gingen diese 1 km lange Strecke zu Fuß. Wir ließen uns knapp zwei Stunden Zeit für den Rundweg, machten viele Fotos und genossen immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Wasserfälle und die schöne Landschaft. Dabei konnten wir kurz nach dem Besucherzentrum auch ein tolles Bild von einer roten "Flume Covered Bridge" machen. 

 

 

 

Kurz nach dem Überqueren des Baches ging es ziemlich steil bergauf direkt zum sog. Table Rock am Eingang der Schlucht. Von dort führte ein schmaler Weg weiter bergauf, bevor wir auf Holzstegen zwischen den bis zu 25 Metern steil aufragenden Granitwänden hindurch wanderten. Die Schlucht war wirklich wunderschön, an den steilen Felswänden wuchsen Moose und Farne und wir stiegen auf Holztreppen an Wasserfällen vorbei, machten Fotos und atmeten die gute Luft ein.

Wie wir erfuhren, war früher in der nur etwa 4-6 Meter breiten Schlucht ein großer Felsbrocken eingeklemmt, der aber im Juni 1883 bei einem schweren Gewitter durch einen Erdrutsch weggespült wurde. Dieses Naturereignis vertiefte auch die Schlucht, die erst im Jahr 1808 von der 93-jährigen "Tante" Jess Guernsey auf der Suche nach einem geeigneten Angelplatz zufällig entdeckt worden war.

Ein besonders schönes Film- und Fotomotiv waren am oberen Ende der Schlucht die 13,6 Meter hohen Avalanche Falls.

Von dort aus führte ein Spazierweg durch den Laubwald zur überdachten Sentinel Pine Bridge, von der aus wir tief hinunter auf den Pemigewasset River blicken konnten. Der Fluss hat hier einen 45 Meter breiten Pool ausgewaschen, der von Aussichtspunkten zu sehen war.
Die Kinder zwängten sich noch durch eine enge Felsspalte, die sog. Wolfsschlucht - wir gingen lieber außen herum.
Um 15 Uhr war die schöne und eindrucksvolle Wanderung zu Ende und wir kamen wieder an unserem RV an.

Früher befand sich im Franconia Notch State Park auch noch das Wahrzeichen New Hampshire, der "Old man of the Mountain", ein Bergrelief, welches an das Profil eines alten Mannes erinnert. Diese Sehenswürdigkeit wurde 2003 durch einen natürlichen Felssturz zerstört.

Nachdem wir am Automaten in Lincoln noch Geld abgehoben hatten, fuhren wir auf die SR 112, den bekannten Kancamagus Highway, der wohl von fast allen Neuengland-Reisenden abgefahren wird und nach einem Indianerhäuptling benannt wurde. Die Einheimischen nennen die Straße durch die White Mountains-Region einfach "Kanc". 
 

Unterwegs auf der 30 Meilen langen Straße stoppten wir an einigen Aussichtspunkten, sahen die grünen Hügel New Hampshires, überquerten den Kancamagus-Pass (2.855 ft., stolze 870 m!) und fuhren durch Laubwälder am Swift River entlang.
 
Hier gab es etwa 5 Meilen vor unserem Zielort Conway auch viele Bademöglichkeiten an sandigen Buchten oder auf glattgeschliffenen Felsen, was auch viele Urlauber nutzten.


Auf der Suche nach einem Campingplatz für die Nacht stoppten wir auch an zwei staatlichen Plätzen im Wald, wo wir von einer Rangerin erfuhren, dass diese auf Anordnung der Behörden ab morgen Mittag wegen des Hurrikans gesperrt werden. Na, das kann ja heiter werden!


Wir fuhren also vorsichtshalber weiter bis südlich von Conway, wo wir auf dem schönen Pine Knoll-Campround direkt an einem Moorsee, dem Lake Iona, die Nacht verbrachten.
Zunächst badeten wir in der Abendsonne, dann grillten wir am Lagerfeuer und ratschten bis spät in die Nacht.
 

 

 

michaelw@bayern-mail.de