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Am 11.August reisten wir für 1 Tag nach Albanien, um auch einmal einen kleinen Eindruck von diesem Land zu bekommen. Bis Anfang der 90er-Jahre war es praktisch nicht möglich, nach Albanien einzureisen. Nach der Niederschlagung der Diktatur hat sich das Land aber nun geöffnet. Wir verließen unser Hotel Firenze am frühen Vormittag und fuhren zunächst 30 km bis zur Grenze, wo wir allerdings wegen intensiver Kontrollen zunächst etwa 45 Minuten warten mussten. Bei Shkoder kamen wir an der mächtigen Burgruine Rozafat vorbei und überquerten den Fluss Buna, wobei uns die ersten Kinder um etwas Geld anbettelten. Von dort fuhren wir, oder besser gesagt stauten wir uns bei dichtem Verkehr in Richtung der Landeshauptstadt. Auf dieser 104 km langen Fahrt wurde uns trotz hoher Temperaturen nicht langweilig, denn die zum Teil lebensmüden Überholmanöver der albanischen Autofahrer versetzten uns dauern in Erstaunen. Unzählige Kreuze am Straßenrand zeigten, dass diese Fahrweise nichts Ungewöhnliches ist. Das allgemein gültige Motto war offenbar: "Wenn Allah möchte, dass wir sterben, dann sterben wir eben!" 
So waren wir froh, dass wir um 14 Uhr gesund und wohlbehalten Tirana, die Hauptstadt Albaniens, erreichten. Die Stadt liegt etwa 30 km östlich der Adriaküste und hat über 800.000 Einwohner. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Seit der Öffnung der Grenzen im Jahr 1990 hat sich die Einwohnerzahl Tiranas mehr als verdoppelt, vor allem weil viele Albaner aus den ländlichen Gebieten hierher umzogen. Wir fuhren auf einer der großen Einfallstraßen ins Zentrum.

Das Stadtbild wird geprägt durch orientalische und italienische Baustile, hauptsächlich aber durch Plattenbauten.

 

Diese wurden auf Anweisung des derzeitigen Regierungschefs, des Künstlers Edi Rama, erst in den letzten Jahren zum Teil grell-bunt angemalt, um die Stadt freundlicher zu gestalten.
Zügig erreichten wir im allgemeinen Verkehrschaos (nur Autoscooter ist schöner!) den Mittelpunkt Tiranas, den Skanderbeg-Platz.

Dieser ist benannt nach dem im 15.Jahrhundert lebenden Nationalhelden der Albaner, dessen Reiterstandbild in der Mitte des Platzes zu sehen ist. Umrahmt wird der große Platz von diversen Ministerien, der Oper, dem Geschichtsmuseum und der Nationalbank sowie natürlich der Et´hem Moschee. Gleich daneben sahen wir auch das Wahrzeichen, den 35 Meter hohen, alten Uhrturm "Kulla e Sahatit", der hier seit 1830 steht.

 

 

Wir machten ein paar Erinnerungsfotos, dann fuhren wir langsam durch einige Straßen und hielten nochmals an der alten osmanischen Brücke "Ura e Tabakave", die früher über das Flüsschen Lana führte.

Heute ist der Fluss als Kanal ein prägendes Element des Stadtbildes und teilweise an den Rändern mit Büschen und Bäumen schön bepflanzt.

An diesem Kanal entlang verließen wir die Stadt wieder in Richtung Küste und fuhren auf der Autobahn ca. 40 km bis nach Durrës, einer bedeutenden Hafenstadt am Mittelmeer und zweitgrößten Stadt des Landes. Hier suchten wir uns zunächst ein Restaurant und aßen für nicht einmal 20 Euro zu viert sehr gut und bei freundlicher Bedienung. Offenbar verirren sich nicht viele Urlauber hierher, denn wir bemerkten oft erstaunte Blicke bei den Einheimischen, wenn wir aus unserem Auto stiegen.
Nachdem wir nun alle satt waren fuhren wir ins Stadtzentrum, vorbei an einem alten, unter venezianischer Herrschaft im 15.Jahrhundert errichteten Turm der gut erhaltenen Befestigungsanlage, in dem heute eine Bar untergebracht ist. 

 

Wir sahen die große Fatih Moschee (linkes Bild) und besichtigten im Zentrum der Stadt noch das große Amphitheater von Durrës.

Dieses antike Bauwerk stammt aus römischer Zeit (2.Jhd. n.Chr.) und bot früher etwa 15.000 Menschen Platz. Damit ist es das größte Amphitheater auf dem Balkan. 

Es wurde erst vor etwa 45 Jahren zufällig wiederentdeckt. Heute ist es eine der größten Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt.

 

 

In den Gängen unter der Tribüne befinden sich auch Reste einer byzantinischen Kapelle.
Die Mosaike stellen links den heiligen Stephanus, rechts daneben die heilige Maria mit 2 Erzengeln an ihrer Seite dar.
Die anderen Mosaike sind leider nicht so gut erhalten.

 

 Wir machten noch ein paar Fotos und beschlossen dann gegen 17 Uhr, den 150 km langen Rückweg nach Ulcinj anzutreten, um nicht in der Dunkelheit der halsbrecherischen Fahrweise der Albaner ausgesetzt zu sein. Auf der Fahrt über die Randbezirke von Tirana und Lezha hatten wir zwar weniger Stau als am Vormittag, allerdings kamen wir an einem schweren Unfall vorbei, so dass wir besonders froh waren, um 19.30 Uhr wohlbehalten den Grenzübergang Muriqan nach Montenegro zu erreichen. Nach einer kurzen Kontrolle fuhren wir die letzten 27 Kilometer zurück nach Ulcinj, wo wir um 20.20 Uhr ankamen und nach einer erfrischenden Dusche noch einen gemütlichen Abend verbrachten. Insgesamt waren wir heute 330 km unterwegs gewesen, so dass wir bald müde in unsere Betten fielen.

An den nächsten Tagen erholten wir uns wieder am "Velika Plaza", dem großen Sandstrand. Besonderes Highlight war am letzten Tag eine Fahrt mit einem Jet-Ski. Tobias hatte so lange gebettelt, auch einmal mit einem dieser Minimotorboote fahren zu dürfen, bis ich mit ihm zum Vermieter ging und mich nach dem Preis erkundigte. Trotz des nicht gerade günstigen Preises von 30 Euro für 20 Minuten gönnten wir uns den Spaß.

 

Es war ein tolles Gefühl über die Wellen den Strand entlang zu düsen. Zum Schluss nützte auch Sabine die Gelegenheit zu einer kurzen Spritztour. Abgesehen davon verbrachten wir die Tage am Strand aber deutlich ruhiger mit lesen, Spaziergängen und baden.
 

 

Am Freitag, den 14.August beendeten wir nach 10 erholsamen Urlaubstagen mit zwei erlebnisreichen Ausflügen unseren Aufenthalt in Montenegro und fuhren zurück nach Kroatien.  

 

 Der Bericht von unserer Rückreise über Dubrovnik und Zadar steht in einem extra Menüpunkt.

michaelw@bayern-mail.de